Donnerstag, 21. Februar 2008 17:49
Widerstand gegen das Dekret des Erzbischofs
Zahlreiche Gläubige – ich zähle mich zu ihnen – glauben fest daran, daß die Ereignisse von Naju Privatoffenbarungen und Wunder Gottes sind. Von Minja Pohl, Wuppertal.
Julia Kim mit Stigmata
Julia Kim mit Stigmata
(kreuz.net) Am 1. Januar 1998 veröffentlichte Erzbischof Andreas Choi Chang-mou (71) von Kwangju in Südkorea einen Abschlußbericht zu den Ereignissen von Naju.

Dieser Text beinhaltet gravierende Irrtümer:

1. Die erzbischöfliche Untersuchungskommission bestand aus neun Priestern des Erzbistums Kwangju. Bis heute hat sie keine ordentliche Untersuchung durchgeführt. Medizinische oder wissenschaftliche Aspekte wurden nicht beleuchtet und wichtige Zeugenbefragungen nicht vorgenommen.

2. Die Seherin von Naju, Julia Kim, und ihr Ehemann Julio sind seit März 2001 vom Ortspfarrer, Hw. Hong-Chul Song, vom sonntäglichen Meßbesuch und von der Teilnahme am Gemeindeleben ausgeschlossen.

Für die Rücknahme dieses Ausschlusses verlangt der Ortspfarrer, daß Julia und ihr Ehemann während einer Heiligen Messe erklären, daß die von Frau Kim seit 23 Jahren empfangenen Botschaften des Heilandes und der Muttergottes sowie sämtliche Wunder und Heilungen, die sich auf der ganzen Welt ereignet haben, erlogen oder erfunden gewesen seien.

3. Zahlreiche Gläubige – ich zähle mich zu ihnen – glauben fest daran, daß die Ereignisse von Naju Privatoffenbarungen und Wunder Gottes sind. Wir sind der festen Überzeugung, daß sie der Wahrheit entsprechen.

Auch im April 2005 soll sich in Naju ein Hostienwunder ereignet haben.
Auch im April 2005 soll sich in Naju ein Hostienwunder ereignet haben.
Ich selber und viele hohe Würdenträger wie Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien aus aller Welt, unter anderem der verstorbenen Papst Johannes Paul II., wurden Augenzeugen des grandiosen Hostienwunders. Dabei verwandelte sich die von Papst Johannes Paul ll. persönlich an Julia Kim gespendete weiße Hostie auf Julias Zunge in sichtbares Fleisch und Blut.

Diese Tatsachen bezeugen wir in aller Öffentlichkeit und ohne Rücksicht auf unser Ansehen.

4. Die Pilger in Naju spenden freiwillig. Angesichts der großen Zahl von Pilgern aus aller Welt werden dringend Gebetszelte, sanitäre Anlagen sowie Eßplätze benötigt. Außerdem werden die Spenden für die Errichtung einer Basilika in Naju verwendet. Diese keineswegs betuchten, kleinen Seelen geben ihre Almosen für solche Dinge und nicht für den Erzbischof.

5. Es ist merkwürdig, daß Erzbischof Choi und die Gegner von Naju kein Interesse an einer genauen Untersuchung der Ereignisse von Naju zeigen. Gleichzeitig sind sie jedoch bestrebt, die bescheidenen Finanzen von Naju an sich zu reißen.

Dabei ist klar, daß im Fall einer kirchlichen Anerkennung der gesamte Besitz von Naju der Kirche zufallen würde.

6. Das Hauptargument des Erzbischofs und der Gegner von Naju lautet, daß die Seherin und die um sie gescharten Gläubigen nicht gehorsam seien. Dem ist entschieden zu widersprechen.

Wir sind gegenüber der Lehre der Kirche und dem Heiligen Vater gehorsam. Allerdings können wir Irrlehren und Irrtümer nicht akzeptieren und Lügen nicht als Wahrheiten annehmen.

Im Schreiben des Erzbischofs vom 5. Mai 2005 heißt es unter anderem in bezug auf die – bisher zwölf – Hostienwunder auf Julia Kims Zunge:

„Auch wenn durch die Wandlungsworte des Priesters die Wesensverwandlung – Transsubstantiation – stattgefunden hat, müssen Hostie und Wein ihre äußere Gestalt beibehalten.“

Doch mit dieser Formulierung leugnet der Erzbischof alle kirchlich anerkannten Hostienwunder, auch das berühmte Hostienwunder von Lanciano in den italienischen Abruzzen. Damit stellt er auch die Allmacht Gottes in Frage.

Das Gehorsamsargument, das der Erzbischof gegen die Gläubigen von Naju anführt, muß auch für seine eigenen Priester, zum Beispiel für Hw. Jae-Min Lee gelten. Hw. Lee war ein federführendes Mitglied der erzbischöflichen Untersuchungskommission für Naju.

Doch in seinem Buch „Ist Jesus wirklich auferstanden?“ leugnet er in aller Öffentlichkeit die leibliche Auferstehung und die Gottheit Christi. Er plädiert außerdem für eine Befreiung der Lokalkirche durch deren Loslösung von Rom.

Deshalb wurde Hw. Lee im Jahr 1997 vom Vatikan schon zweimal wegen der Verbreitung von Häresien ermahnt.

Trotzdem wirkt Hw. Lee immer noch unbehelligt. Er verbreitet weiterhin seine Häresien und richtet unter den Gläubigen irreversible Schäden an.

Man fragt sich, wo hier der Gehorsam und der Respekt des zuständigen Erzbischofs gegenüber dem Heiligen Vater bleibt.

7. Der Bischof des Bistums Sibu in Malaysia, Mons. Dominic Su Haw Chiu (68), hat die Seherin Julia Kim im September 1996 in seine Diözese eingeladen. Dabei ereignete sich dort am 17. September 1996 ein Hostienwunder, das der Bischof offiziell anerkannte.

Kein anderer Bischof auf der Welt hat das Recht, diese Entscheidung anzufechten.

8. Am 24. Januar 2008 veranlaßte ein Sprecher des Erzbistums Kwangju die koreanische Tageszeitung ‘Yun Hab Shin Mun’, das Dekret des Erzbischofs gegen Naju abzudrucken.

In der Einleitung wurde erklärt, daß ein solches Dekret immer auch eine Antwort des Papstes sei. Mit dieser Aussage wurde versucht, die Gläubigen zu täuschen.

In dem Zeitungsartikel wird ferner berichtet, daß Hw. Hong-Bin Chang – der Seelenführer Julia Kims – suspendiert worden sei.

Eine Stunde später berichtete der Rundfunksender PBC, daß der Priester auch exkommuniziert sei.

Weitere zwei Stunden später widerrief der Sender diese Meldung wieder auf seiner Homepage.

Leider wurde bis zu diesem Zeitpunkt bereits durch viele andere Medien berichtet, daß Hw. Chang exkommuniziert sei.
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