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Freitag, 22. August 2008 11:07
Ein quantenphysisches Jenseits?
Neueste Ergebnisse bringen materialistisch-gottlose Lebensentwürfe immer mehr in Bedrängnis: Viele von ihnen haben bisher vergeblich gehofft, daß die Welt frei von Kuriositäten wie großen Objekten an zwei Orten zugleich sei.
Die Naturwissenschaft stößt schnell an unerklärliche Grenzen.
Die Naturwissenschaft stößt schnell an unerklärliche Grenzen.
(kreuz.net) Neueste Ergebnisse aus der Quantenphysik lassen darauf schließen, daß es eine physikalisch beschreibbare Seele gibt, die in einem „Jenseits“ weiterexistiert.

Das erklärt der Chemiker und Publizist Rolf Froböse in seinem neu erschienenen Buch „Die geheime Physik des Zufalls. Quantenphänomene und Schicksal.“ Das Werk ist bei BoD GmbH Norderstedt 2008 erschienen.

Das Fundament für seine These liefert das quantenphysikalische Phänomene der Verschränkung.

Froböse berichtet, daß bereits der Physiker Albert Einstein auf diesen seltsamen Effekt stieß, ihn aber als spukhafte Fernwirkung zu den Akten legte.

Erst vor kurzem hat der Wiener Quantenphysiker Anton Zeilinger im Experiment den Nachweis dafür geliefert, daß dieser Effekt wirklich existiert.

Das Verschränkungsprinzip
Das Verschränkungsprinzip besagt Folgendes: Wenn zwei Quantensysteme miteinander in Wechselwirkung treten, müssen diese fortan als ein Gesamtsystem betrachtet werden.

Diese Verschränkung bleibt auch dann erhalten, wenn der Zeitpunkt der Wechselwirkung weit in der Vergangenheit liegt und die zwei Teilsysteme inzwischen über große Distanzen getrennt sind.

Froböse verdeutlicht das an einem Gedankenexperiment.

Dabei führt ein Experimentator an einem x-beliebigen Ort der Erde eine Messung an einem Teilchen A durch.

Ist dieses Teilchen mit einem anderen Teilchen B verschränkt, wird Teilchen B durch diese Messung simultan beeinflußt.

Dabei ist es egal, ob die Entfernung zwischen Teilchen A und B hundert Meter, tausend Kilometer oder gar Lichtjahre beträgt. Die Beeinflussung erfolgt nicht etwa mit Lichtgeschwindigkeit, sondern unendlich schnell.

Subtile Kommunikation
Einige Physiker schließen daraus, daß zumindest Teile der belebten und unbelebten Welt miteinander verschränkt sind und auf subtile Weise miteinander kommunizieren.

Froböse zitiert die Auffassung von Hans-Peter Dürr, dem ehemaligen Leiter des Münchner Max-Planck-Instituts für Physik.

Dürr glaubt, daß der Dualismus kleinster Teilchen nicht auf die subatomare Welt beschränkt, sondern vielmehr allgegenwärtig ist.

Somit ist auch der Dualismus zwischen Körper und Seele für ihn ebenso real wie der Welle-Korpuskel-Dualismus kleinster Teilchen.

Seiner Auffassung nach gibt es einen universellen Quantencode, in den die lebende und tote Materie eingebunden ist. Dieser Quantencode soll sich über den gesamten Kosmos erstrecken.

Physikalisch Argumente für das Jenseits
Darum glaubt Dürr aus rein physikalischen Erwägungen an eine Existenz nach dem Tode.

In einem Interview erläutert er diese wie folgt:

„Was wir Diesseits nennen, ist im Grunde die Schlacke, die Materie, also das, was greifbar ist. Das Jenseits ist alles übrige, die umfassende Wirklichkeit, das viel Größere. Das worin das Diesseits eingebettet ist. Insofern ist auch unser gegenwärtiges Leben bereits vom Jenseits umfangen.“

Ein weiterer Zeuge Froböses ist der Physiker und Mediziner Christan Hellweg. Er hat sich am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen jahrelang mit der Erforschung der Hirnfunktion beschäftigt.

Seine These lautet: „Unsere Gedanken, unser Wille, Bewußtsein und Empfindungen weisen Eigenschaften auf, die als Merkmale des Geistigen bezeichnet werden können.“

Geistiges lasse kein direkte Wechselwirkung mit den bekannten naturwissenschaftlichen Grundkräften – wie Gravitation, elektromagnetischen Kräften etc. – erkennen:

„Auf der anderen Seite aber entsprechen diese Eigenschaften des Geistigen haargenau denjenigen Charakteristika, welche die äußerst rätselhaften und wunderlichen Erscheinungen der Quantenwelt auszeichnen.“

Ähnlich auch der US-Physiker und Nobelpreisträger John Archibald Wheeler:

„Viele Physiker hofften, daß die Welt in gewissem Sinne doch klassisch sei – jedenfalls frei von Kuriositäten wie großen Objekten an zwei Orten zugleich. Doch solche Hoffnungen wurden durch eine Serie neuer Experimente zunichte gemacht.“

© Titelbild: Flickr-Benützer „travestyalpha“, CC
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 22 Lesermeinungen:
Montag, 25. August 2008 13:14
Marcelus: @JMX: Überlassen Sie die Quantenfysik den Quantenfysikern
Oder ist JMX ein Quantenfysiker?

auf eine „Geist-Körper-Verbindung“ zu schließen ist schon sehr „lässig“, da muß man schon mehr aufbieten als eine scheinbare Analogie. Ein Beweis für für die Existenz eines „Jenseitigen“ ist das schon mal gar nicht.
Sonntag, 24. August 2008 20:29
Frollein Rottenmaier: Und sie raubten uns die Materie…
Endlich mal ein interessanter Beitrag auf kreuz.net, wenn auch kein wirklicher Nachrichtenwert. Die News ging schon vor Monaten durch die Presse, aber es ist ja nix neues, dass man hier ein bisschen von gestern ist. Es ist natürlich Unsinn, die Erkenntnisse direkt wieder katholisieren zu wollen, denn die Essenz entspricht dem Denken sämtlicher Religionen. Dass Materie nur ein Nebenprodukt des Geistes/Bewusstseins ist, ging schon aus den alten Veden bzw. der Bhagavad Gita hervor.

@JMX
„auf eine „Geist-Körper-Verbindung“ zu schließen ist schon sehr „lässig“

Finde ich nicht. Es geht hier ja nicht um die „Erkenntnisse“ irgendwelcher Esoterikfreaks, sondern wirklich um die aktuelle Forschung führender Wissenschaftler. Ich zitiere Quantenforscher Dr. Christian Hellweg: „Die Eigenschaften des Geistigen entsprechen haargenau denjenigen Charakteristika, die die äußerst rätselhaften und wunderlichen Erscheinungen der Quantenwelt auszeichnen.“

Oder auch der britische Kernphysiker u. Molekularbiologe Jeremy Hayward von der Cambridge University: „Manche durchaus noch der wissenschaftlichen Hauptströmung angehörenden Wissenschaftler scheuen sich nicht mehr, offen zu sagen, dass das Bewusstsein neben Raum, Zeit, Materie und Energie eines der Grundelemente der Welt sein könnte.“ Er will noch nicht einmal ausschließen, dass Bewusstsein eventuell noch grundlegender als Raum und Zeit sein könnte.

Auch lang, aber lesenswert:
http://www.psychophysik.com/…llusion-materie.html
Samstag, 23. August 2008 22:51
Marcelus: Gott sei Dank wird sich das rätselhafte Weltuniversum spätestens nach unserem
Himmelsweiterleben nach dem Tod erschließen,
wie wir hoffen dürfen,
zuerst in der Form der Seele, dann in der Form nach der leibhaften Auferstehung.
Nur die Verdammten werden an einem bestimmten Ort ewiglich gefangengehalten werden, durch Gottes nie mehr zu besiegende Allmacht!
Samstag, 23. August 2008 15:51
Arno Nuehm: @Elli
Wer nicht glauben will, der glaubt halt nicht. Mit allen Konsequenzen die das hat.Ein Leben ohne Angst vor Märchenfiguren?
Freitag, 22. August 2008 19:24
JMX: Lies mal Victor Stenger
Materie geht im feinstofflichen Bereich in den Geist über, d. h. wird vom Geist im Dasein erhalten.

Woher weißt Du, daß das so ist?

In diesem Übergangsbereich hat der Satz vom Grund (Kausalität) schon keine Gültigkeit mehr, da er nur in der materiellen Erscheinungswelt gilt. Deshalb die dort feststellbaren „Kuriositäten“.

s.o.

Wir wissen aber, dass nur Gott keine Ursache hat.

Wissen wir nicht. Es behaupten nur einige.

Es ist also davon auszugehen, dass der Geist Gottes in aller Materie die Atome zusammenhält. Würde Gott auch nur einen Augenblick loslassen, würde sich alle Materie sofort in unsichtbare Energie verwandeln.

s.o.

Es ist also so wie auf vielen Barockaltären dargestellt: der alte Mann mit dem weissen Bart, der die Weltkugel in seiner Hand hält. Schlechte Karten für Materialisten.

Keineswegs, da alle Erkenntnis in der wirklichen Welt dafür spricht, daß diese Betrachtung nicht zutreffend ist.
Freitag, 22. August 2008 19:10
santa rita: Was ist Materie?
Materie geht im feinstofflichen Bereich in den Geist über, d. h. wird vom Geist im Dasein erhalten.

In diesem Übergangsbereich hat der Satz vom Grund (Kausalität) schon keine Gültigkeit mehr, da er nur in der materiellen Erscheinungswelt gilt. Deshalb die dort feststellbaren „Kuriositäten“.

Der Atomkern besteht aus Protonen und Neutronen. Diese bestehen wiederum aus den Quarks, die immer zu dritt auftreten und sich auch nicht trennen lassen. Also besteht hier bereits eine trinitarische Struktur der Materie. Die Quarks in Dreierformation haben eine gleiche Energieladung. Die Protonen müssten sich also stark abstossen, wodurch alle Materie eigentlich auseinanderexplodieren müsste. Die Quarks werden aber zusammengehalten durch eine ursachenlose Kraft, welche die Physiker „die starke Kraft“ oder „starke Kernkraft“ nennen. Dies ist die stärkste Kraft im Universum.
Wir wissen aber, dass nur Gott keine Ursache hat. Es ist also davon auszugehen, dass der Geist Gottes in aller Materie die Atome zusammenhält. Würde Gott auch nur einen Augenblick loslassen, würde sich alle Materie sofort in unsichtbare Energie verwandeln.
Es ist also so wie auf vielen Barockaltären dargestellt: der alte Mann mit dem weissen Bart, der die Weltkugel in seiner Hand hält. Schlechte Karten für Materialisten.
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