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Samstag, 19. Juli 2008 15:06
Römischer Triumphzug ins Leere
Bei den Weltjugendtagen hat das Feiern bis zum Umfallen schon lange Oberhand über die eigentlichen Intentionen gewonnen.
Kreuzweg in Sydney
Kreuzweg in Sydney
(kreuz.net) Römische Triumphzüge hätten nicht besser ins Szene gesetzt werden können als die Fahrt des Papstes durch den Hafen von Sydney.

Das erklärte Hartmut Kriege – Kirchengeschichtler und Redaktor beim ‘Deutschlandfunk’ – in einem Kommentar vom 17. Juli.

Selbst Popstars hätten ihren Bühnenauftritt nicht wirkungsvoller gestalten können.

Das vatikanische Festkomitee übetreffe sogar die Auftritte des verstorbenen Papstes Johannes Paul II.:

„Da verwundert es nicht, daß die aus allen Teilen der Welt angereiste Jugend fast ausrastete.“

Das Begrüßungsfest für den Papst habe die Ausmaße des rheinischen Karnevals angenommen, „das größte Ereignis seit den Olympischen Spielen im Jahre 2000“ – so Kriege.

Dabei habe das die „Spaß an d’r Freud“ längst Oberhand über die „eigentlichen Intentionen“ gewonnen.

Mitagessen mit einigen JugendlichenMitagessen mit einigen JugendlichenKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 4 Bildern zu starten.

Kriege erinnert an die ursprüngliche Intention der Weltjugendtage:

„In liturgisch-spirituellen Begegnungen sollten sich Jugendliche aus verschiedenen Kulturräumen aber aus demselben christlichen Bekenntnis um eine Wiederbelebung ihres Glaubens und ihrer Treue zur Kirche, vertreten im Amt und in der Person des Papstes vergewissern.“

Doch diese Veranstaltungen seien inzwischen längst ein „gigantisches Happening auf internationaler Ebene“ geworden: „Noch fehlt der letzte Schritt ins »Feiern bis zum Umfallen«.“

Kriege bezweifelt, ob die geistliche Ernte, die sich vatikanisch-kirchliche Stellen von diesen Ereignissen für das Leben der Kirche erhoffen, wirklich eingefahren werden kann:

„Sichtbar abgefärbt haben diese zwölf bislang organisierten Treffen nicht“ – so Kriege:

„Der Rücklauf in die Pfarrgemeinden, Sitz und Zentrum kirchlichen Lebens im Alltag, ist »gleich Null«, trotz gegenteiliger Beschwörungen.“

So würde in der Erinnerung an „Sydney 2008“ auch das bleiben, was die angereisten Besucher sichtbar gemacht haben: „Alle waren gut drauf!“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 110 Lesermeinungen:
Dienstag, 29. Juli 2008 12:21
neverland: so jeht dat
wenn man sich so verhält wie der geschätzen Brandenburgis
Dienstag, 29. Juli 2008 11:51
Franz Kappes: @neverland
Jeder kann hier seine Meinung äußern. Er muss ja auch nicht der „christlichen Gemeinschaft“ angehören. Wann tut man das eigentlich?
Montag, 28. Juli 2008 21:24
neverland: @brandenburgis
mein Thema ist die Nächstenliebe und meine Lieblingsgeschichte die unseres Herrn und der Sünderin.

Außerdem schreibe ich nicht über karholische Kirchlichkeit und kirchliche Gesittung, sondern über Werte die unser Erlöser Jesus Christus vertrtitt.

„… das andere aber ist dem gleich, du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“
„richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet …“
„Vater, vergib ihnen …“
„…auf daß, gleichwie die Sünde geherrscht hat zum Tode, also auch herrsche die Gnade durch die Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesum Christum, unsern HERRN.“

An Liebe und Gnade mangelt es Ihnen ein wenig. Jeder kann ihre Beiträge lesen und sich ein eiges Bild über ihre Zugehörigkeit zur christlichen Gemeinschaft machen.
Montag, 28. Juli 2008 17:19
franco.felice: Brandenburgis …
„Ich gehöre zu den wenigen verbliebenen Verteidiger katholischer Kirchlichkeit und Gesittungauf diesem Forum.“
Toll! Früher aus Langs Film: „Es gibt nur einen Herrn und Gebieter: Dr. Mabuse!“ … „Es gibt nur einen Herrn und …!“

Heute Brandenburgis:
„ Die Kirche ist Gottes sichtbare Gestalt auf Erden.“ … „ Die Kirche ist Gottes …“

Nur mal die neuere Zeit: Konkordat, Persilscheine für Verantwortliche an Verbrechen im III. Reich; Ambrosiano, Aktienbeteiligungen an Vernichtungswaffen; Calvi, Marzinkus: Gottes sichtbare Gestalt???????

Eine größere Blasphemie, lassen wir mal das AT beiseite, hat es, macchiavellischer Verteidiger „katholischer Kirchlichkeit“ und „Gesittung“, nie gegeben. Gut, dass der wirkliche Gott Ihnen das nicht krumm nimmt. Das weiß im Übrigen die Kirche auch. Daher ihre letzte Dreistigkeit, die Krönung: Christi Lehre und sie wären immer eins gewesen.
Montag, 28. Juli 2008 11:08
wiener: so viel dazu
Wer beziehungsweise wie viele von den zahlreichen ausländischen Kunden Pilger gewesen seien, könne sie nicht sagen.
von daher kann (sofern die angegebene „quelle“ tatsächlich seriösität für sich beanspruchen kann) eventuell gesagt werden, dass hier eine derartige einrichtung dies von sich behauptet. ob und in welchem ausmaß hier pilger diese „dienstleistung“ in anspruch genommen haben, wird dadurch nicht deutlich. und hieraus eine ablehnung oder gar verurteilung des gesamten weltjugendtages herauslesen zu wollen ist vollends unseriös.
Montag, 28. Juli 2008 11:00
Gallowglas: @Wiener
woher stammen diese „informationen“?
das sind einfach nur lügen und schmäh-behauptungen auf unterstem gossen-niveau.


Zumindest bei der Auslastung der Bordelle handelt es sich um Tatsachen und die sind in div. Medien nachzulesen …

z.b. : Hier
oder hier

Warscheinlich konnte man einfach auf die Schnelle in Australien nicht genug Messdiener für alle anwesenden Pfaffen auftreiben …
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