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Mittwoch, 16. Juli 2008 08:59
kreuzmeldungen
Bischofspredigt + Einheit außerhalb? + Versprochen ist versprochen + Papstfeinde zugelassen + Allergische Gläubige
Kardinal Pell zelebriert die Eröffnungsmesse.
Kardinal Pell zelebriert die Eröffnungsmesse.
Bischofspredigt

Australien. Gestern morgen zelebrierte der Erzbischof von Sydney, George Kardinal Pell, den Eröffnungsgottesdienst zum Weltjugendtag. Rund 26 Kardinäle, 400 Bischöfe und 4000 Priester konzelebrierten. 150.000 Jugendliche wohnten der Messe bei. Die deutsche Agentur ‘Katholische Nachrichtenagentur’ kommentierte, daß Kardinal Pell auf „markige Thesen“ verzichtet habe. Er habe eine Predigt gehalten, die alle Anwesenden „irgendwie auf sich beziehen“ hätten können.

Eröffnungsmesse des WeltjugendtagsEröffnungsmesse des WeltjugendtagsKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 7 Bildern zu starten.

Einheit außerhalb?

Großbritannien. Heute Mittwoch treffen sich 650 Bischöfe der weltweiten anglikanischen Gemeinschaft in der südenglischen Stadt Canterbury zur sogenannten Lambeth-Konferenz. Der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Walter Kardinal Kasper, wird die dreiwöchige Tagung nach Angaben von ‘Radio Vatikan’ besuchen. Er will den Anglikanern sagen, daß er „die Einheit der anglikanischen Gemeinschaft“ wünsche.

Versprochen ist versprochen

Deutschland. Der Erzbischof Ludwig Schick von Bamberg verteidigte vor der Regionalzeitung ‘Fränkischer Tag’ den Zölibat. Die Kirche brauche immer eine genügende Anzahl eheloser Priester. Nur so könne sie über die Welt hinausweisen und die Transzendenz des Glaubens verkörpern. Jene, die den Zölibat versprechen, müßten ihn auch halten – so der Erzbischof.

Papstfeinde zugelassen

Australien. Das australische Bundesgericht hat Proteste gegen den Papstbesuch doch erlaubt. Am Dienstag bezeichnete das Gericht Regelungen, die antikatholische Propaganda während des Weltjugendtags verbieten, als verfassungswidrig.

Allergische Gläubige

„Mein Priesterfreund zelebrierte in einer progressiven Pfarrei. Ein Ministrant in Soutane und Chorrock bediente das Weihrauchfaß. Nachher beklagten sich die Gläubigen beim Pfarrer über Hustenreize. Einige hätten sogar die Kirche verlassen müssen. Drei Wochen später bat der gleiche Priester eine Ministrantin, mit einer Weihrauch-Keramikschale den Mittelgang der Kirche hinaufzutanzen. Gleicher Weihrauch. Gleiche Kohlen. Die Gläubigen waren begeistert. Der Pfarrer erhielt keine Beschwerden. Offenbar waren sie allergisch auf Ministranten in Soutane.“

Der in Rom tätige US-amerikanische Dominikanerpater Philip Neri Powell in einer Lesermeinung für den Weblog ‘What does the prayer really say’

© Titelbild: WYD 2008
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 20 Lesermeinungen:
Samstag, 19. Juli 2008 03:32
NurEinLeser: @JMX: Diese „Logik“ ist noch löchriger…
…denn warum laufen denn den Evangelen noch mehr Leute weg als den „vergangenheitsverhafteten“ Katholiken? Warum haben die keine Geistlichenschwemme, trotz Fehlen des Zölibats und trotz weiblicher Gemeindevorsteherinnen?
Donnerstag, 17. Juli 2008 11:34
JMX: Einfache Logik,
aber trotzdem falsche Schlußfolgerung.

Wegen dem Zölibat gibt es weniger Priester. Richtig.
Falsch ist aber: Der Priestermangel geht auf das Zölibat zurück. Denn die Mangelerscheinung wird durch den Vergleich mit den Priesterzahlen etwa von 1970 festgestellt – dort aber gab es den Zölibat auch schon, weswegen der Zölibat als Begründung ausscheidet.


Natürlich ist der Zolibat eine der Ursachen für den Priestermangel.

Der Zölibat wird heute nicht mehr akzeptiert und das Priesteramt ist nicht mehr populär, weil 1. die Gesellschaft säkularer geworden ist und 2. die Leute, die noch glauben und potentielle Priester wären, nicht mehr der Ansicht sind, daß man, um Priester zu sein, zölibatär leben müsse. Diese Art der Frömmigkeit gibt es kaum mehr (zum Glück!). Vor allem, da es die Konkurrenz ja vormacht, daß es geht.

Ich hatte in Münster einen WG-Mitbewohner, der kath. Theologie auf Priesteramt studierte. Er war sehr guter Student und voll dabei. Problem: Er hatte eine sehr nette und hübsche Freundin. Was macht er also? Richtig, er konvertiert und wird ev. Priester.

Kaum einer sieht mehr ein, sich zwischen Priesteramt und Familie entscheiden zu müssen, wenn doch auch beides geht.
Mittwoch, 16. Juli 2008 21:52
Gotthard: @bayern-tradi
wo habe ich dich denn auf deiner Krachledernen erwischt?

Es wird soviel Unsinn als Teil und Inhalt unser hl. Religion ausgegeben … viele fromm klingende Sätze sind absoluter Blödsinn… solch Unsinn ist eine angebliche der Ehelosigkeit der Priester durch das Gleichnis vom Mietling und guten Hirten.
Unsinn muss einfach als Unsinn gebrandmarkt werden!
Mittwoch, 16. Juli 2008 21:36
Bayern-Tradi: Gotthard,
Sie sind einfach unbelehrbar! Welches Trauma haben Sie denn erlitten, dass Sie so von Hass gegen unsere heilige Religion strotzen?!
Mittwoch, 16. Juli 2008 21:30
Gotthard: Mietling!!
auch in dem Beispiel vom Mietling und guten Hirten, der das zölibatäre Leben begründet.

eine tolle Hausmanns-Theologie!
Mittwoch, 16. Juli 2008 18:35
bonifatius: @RRR:der kleine Unterschied
Mietling oder guter Hirt? Ja, lieber dreimaliger R, nicht wenige Priester und Kandidaten sehen in der Priester – besser Pastorfunktion einen Beruf und keine Berufung. Und da liegt der Unterschied,- auch in dem Beispiel vom Mietling und guten Hirten, der das zölibatäre Leben begründet.
Benedikt: Einfache Logik. Korrekt
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