Massiver Dämpfer
Ein Vertreter des Anglo-Katholizismus warnt vor einer übereilten Massenbekehrung zur Kirche. Das Problem: Rom soll zuvor die ungültigen anglikanischen Weihen anerkennen.
(kreuz.net) Der anglikanische Bischof John Broadhurst hat die Euphorie um eine mögliche Massenbekehrung
bei englischen Anglikanern gedämpft.
Broadhurst ist Suffraganbischof der Diözese London. Er ist für Pfarreien zuständig, welche Frauenpriesterinnen nicht akzeptieren. Außerdem ist er Vorsitzender der Vereinigung ‘Forward in Faith’, die rund achthundert anglikanische Gemeinden repräsentiert.
Am 9. Juli veröffentlichte er auf der Webseite der Vereinigung eine Stellungnahme zur in England bevorstehenden Einführung von Bischöfinnen.
Die Abstimmung zugunsten der Frauen-Bischöfe bezeichnet Broadhurst als „wirklichen Schock für viele unserer Pfarreien“.
Doch nun sei nicht die Zeit für schnelle Entscheidungen oder reflexartige Reaktionen. Man müsse sich vielmehr in Ruhe gemeinsam beraten.
Broadhurst wiederholt seine bekannte Position, mit der anglikanischen ‘Kirche von England’ einen gemeinsamen Weg zu suchen. Allerdings scheint ihm das nach der jüngsten Abstimmung auch selber etwas unrealistisch zu sein: „Aber es ist immer noch nicht unmöglich.“
Vergangene Verhandlungen mit dem Heiligen Stuhl
In seiner Stellungnahme äußerte sich Broadhurst auch zu früheren Kontakten mit dem Heiligen Stuhl.
Zunächst erklärt er, den christlichen Einheitsbemühungen sehr verbunden zu sein. 1992 habe er sich an Gesprächen mit der römischen Hierarchie beteiligt und im Jahr 1996 eine längere Unterredung mit dem damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, Joseph Kardinal Ratzinger, geführt.
Damals habe er von Seiten des Vatikan viel Großzügigkeit erfahren. Doch gleichzeitig fehlt ihm ein ekklesiologisches Angebot: „Mit anderen Worten: unser gemeinsames eucharistisches und spirituelles Leben wurde nicht anerkannt.“
Das stellt für Broadhurst nach wie vor ein Problem dar.
In seiner Stellungnahme berichtet er im weiteren, in der Zeit seit der Einführung von Frauenpriesterinnen bei den englischen Anglikanern viele zornige und enttäuschte Telefonanrufe erhalten zu haben.
Einige hätten vorgeschlagen, der englischen Staatskirche den Krieg zu erklären. Die Enttäuschten wollten vor allem damit aufhören, die anglikanische Gemeinschaft finanziell zu unterstützen:
„Ich bin für solche Maßnahmen offen“ – erklärt Broadhurst: Doch jetzt sei nicht der richtige Zeitpunkt für dramatische Gesten.
© Titelbild: Flickr-Benützer „greenmelinda“, CC
Broadhurst ist Suffraganbischof der Diözese London. Er ist für Pfarreien zuständig, welche Frauenpriesterinnen nicht akzeptieren. Außerdem ist er Vorsitzender der Vereinigung ‘Forward in Faith’, die rund achthundert anglikanische Gemeinden repräsentiert.
Am 9. Juli veröffentlichte er auf der Webseite der Vereinigung eine Stellungnahme zur in England bevorstehenden Einführung von Bischöfinnen.
Die Abstimmung zugunsten der Frauen-Bischöfe bezeichnet Broadhurst als „wirklichen Schock für viele unserer Pfarreien“.
Doch nun sei nicht die Zeit für schnelle Entscheidungen oder reflexartige Reaktionen. Man müsse sich vielmehr in Ruhe gemeinsam beraten.
Broadhurst wiederholt seine bekannte Position, mit der anglikanischen ‘Kirche von England’ einen gemeinsamen Weg zu suchen. Allerdings scheint ihm das nach der jüngsten Abstimmung auch selber etwas unrealistisch zu sein: „Aber es ist immer noch nicht unmöglich.“
Vergangene Verhandlungen mit dem Heiligen Stuhl
In seiner Stellungnahme äußerte sich Broadhurst auch zu früheren Kontakten mit dem Heiligen Stuhl.
Zunächst erklärt er, den christlichen Einheitsbemühungen sehr verbunden zu sein. 1992 habe er sich an Gesprächen mit der römischen Hierarchie beteiligt und im Jahr 1996 eine längere Unterredung mit dem damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, Joseph Kardinal Ratzinger, geführt.
Damals habe er von Seiten des Vatikan viel Großzügigkeit erfahren. Doch gleichzeitig fehlt ihm ein ekklesiologisches Angebot: „Mit anderen Worten: unser gemeinsames eucharistisches und spirituelles Leben wurde nicht anerkannt.“
Das stellt für Broadhurst nach wie vor ein Problem dar.
In seiner Stellungnahme berichtet er im weiteren, in der Zeit seit der Einführung von Frauenpriesterinnen bei den englischen Anglikanern viele zornige und enttäuschte Telefonanrufe erhalten zu haben.
Einige hätten vorgeschlagen, der englischen Staatskirche den Krieg zu erklären. Die Enttäuschten wollten vor allem damit aufhören, die anglikanische Gemeinschaft finanziell zu unterstützen:
„Ich bin für solche Maßnahmen offen“ – erklärt Broadhurst: Doch jetzt sei nicht der richtige Zeitpunkt für dramatische Gesten.
© Titelbild: Flickr-Benützer „greenmelinda“, CC
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Mittwoch, 16. Juli 2008 23:15
Fragender: Wer zwischen christlichen Kirchen…
.,… keine Gemeinsamkeiten sieht, sollte dringend zum Optiker gehen.
Mittwoch, 16. Juli 2008 19:53
Mathias Wagener: Keine Gemeinsamkeiten
Wo es keine Geinsamkeiten gibt, können auch keine gefunden, sondern höchstens erfunden werden.
Mittwoch, 16. Juli 2008 11:14
Aleph: stimme der vernunft
Wenn man sich mit Wortmystik befasst, kommt man rasch dahinter, dass bei bestimmten Mantren im Buddhismus
und im Christentum es sehr wohl auf das einzelne Wort und dessen Betonung und Rhythmus ankommt.
Die heilige Formel:
Om mani padme hum
ist ein gutes Beispiel dafür. Sie entspricht dem Herzensgebet der russischen Kirche:
Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme Dich meiner.
Gut eignet sich auch aus dem zweiten Timotheus-Brief:
„Gott hat nicht den Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ (2Tim 7)
Bei mehrmaligem Wiederholen lassen sich durch die Mantren, welches spielt keine Rolle, ständig anzupeilende Energiefelder aufbauen.
Die heilige Formel:
Om mani padme hum
ist ein gutes Beispiel dafür. Sie entspricht dem Herzensgebet der russischen Kirche:
Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme Dich meiner.
Gut eignet sich auch aus dem zweiten Timotheus-Brief:
„Gott hat nicht den Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ (2Tim 7)
Bei mehrmaligem Wiederholen lassen sich durch die Mantren, welches spielt keine Rolle, ständig anzupeilende Energiefelder aufbauen.
Mittwoch, 16. Juli 2008 10:02
alter Rheinländer: @stimme der vernunft
Mittwoch, 16. Juli 2008 09:54
stimme der vernunft: @Loisl
in dem vom ‘high priesthood’ gesprochen wird
Achso, wenn also das zauberwort fehlt, dann funktioniert der Weihezauber nicht?
Ist ja echt interessant.
Der Katholizismus traditioneller Form schein ja ziemlich viel magischen Firlefanz zu beinhalten.
Achso, wenn also das zauberwort fehlt, dann funktioniert der Weihezauber nicht?
Ist ja echt interessant.
Der Katholizismus traditioneller Form schein ja ziemlich viel magischen Firlefanz zu beinhalten.
Mittwoch, 16. Juli 2008 09:30
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Fragender,
warum sollten die, die den Glauben bislang gegen alle Widerstände verteidigt haben, sich jetzt zum Unglauben „bekehren“?
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.






