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Sonntag, 13. Juli 2008 18:59
Keine Einheit in Sicht
Wie es aussieht, entwickelt sich die ökumenische Bewegung mehr und mehr zu einem Debattierklub für politische und sozialpolitische Anliegen.
Russisch-orthodoxe Kirche
Russisch-orthodoxe Kirche
(kreuz.net, Moskau) Eine vollständige heilige Gemeinschaft zwischen den Orthodoxen und Katholiken ist sehr unwahrscheinlich.

Das erklärte der Vertreter der russisch-orthodoxen Gemeinschaft bei der EU, Erzbischof Hilarion Alfejew (41) von Wien und Österreich, in einem Interview mit der Zeitung des russisch-weißrussischen Unionsparlamentes ‘Sojusnoje Vetsche’.

„Die Trennung geschah vor fast tausend Jahren. Sie kann schwerlich wieder geheilt werden“ – so der Erzbischof.

Alfejew glaubt auch nicht, daß die Unterschiede zwischen den Orthodoxen und der Kirche im dritten Jahrtausend verschwinden werden.

Gleichzeitig ist er davon überzeugt, daß gewisse theologische Differenzen eine Zusammenarbeit und eine gemeinsame Verteidigung von Werten nicht behindern.

„Wir werden uns nicht vereinigen. Aber wir können lernen, Verbündete und Partner zu werden“ – erklärte der Erzbischof:

„Wir sollten keine Rivalen sein, sondern Christen, die in bestimmten theologischen Feinheiten unterschiedliche Meinungen haben, aber praktisch die gleichen Ansichten über moralische und soziale Werte vertreten.“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 35 Lesermeinungen:
Sonntag, 27. Juli 2008 19:55
Marcelus: @J. Guttenberger: Unter den unterschiedlichen orthodoxen Teilkirchen gibt es schon lange keine
unterschiedlichen Meinungen mehr über den päpstlichen Primat.
Diese theologische Debatte wurde nämlich bereits vor über 100 Jahren geklärt, nämlich durch das bis dato letzte unfehlbare Dogmenkonzil Vaticanum I (2622-2623 a.u.c., sel. Papst Pius IX.), welches auch gleichzeitig dem Papst alleine die Unfehlbarkeit bescheinigte, die eine Zustimmung der ihm unterstehenden Kirchenhierarchie nicht bedarf.

Die Orthodoxie anerkennt doch den päpstlichen Primat! Nur über den Umfang besehen Meinungsverschiedenheiten unter den Kirchen.Ihre Aussage stimmt also nur bis zum Jahr 2623 a.u.c. (1870 D.E.Z.).
Wer ein Dogma ablehnt, gehört auch nicht mehr zur Kirche.
Samstag, 19. Juli 2008 04:10
Jörg Guttenberger, Köln: Feinsberg: Epiklese
Herzlichen Dank für Ihren wichtigen und kompetenten Beitrag!
Dienstag, 15. Juli 2008 08:28
Freinsberg: @ Bischof
Und was ist damit:
„Die Epiklese bewirkt das, was nur dem Glauben zugänglich ist.“ (Joh. Damaskinos: De fide orth., 4, 13)
„Die Wandlung des Brotes in den Leib Christi wird durch die
alleinige Kraft des Heiligen Geistes bewirkt.“ (ebd.)
Montag, 14. Juli 2008 21:44
Jörg Guttenberger, Köln: Bischof: Waandlung
Natürlich ist die zitierte Auffassung des hl. Erzbischofs Joh. Chrysostomos richtig, daran zweifelt doch niemand!

Die Frage lautet doch nur, ob es die einzig richtige Auffassung ist, und das ist erwiesenermaßen nicht der Fall!
Montag, 14. Juli 2008 21:40
Alois Bischof: Die Neomodernistischen und Historizistischen
Pseudoargumente die ich hier zum Thema ‘Wandlungsmoment’ lese, bestätigen mich wieder im Urteil, daß die bundesdeutsche Hochmut und der bundesdeutsche hegelsche Unglaube immer noch herrschen.

Freinsberg und viele andere, sollten wissen, daß der hl. Johannes Chrysostomos selber sagte, daß beim Sprechen des ‘Das ist Mein Leib’ das Brot gewandelt werde.

In Florenz verteidigten die Vertreter Konstantinopels und der Griechen nur die Ansicht, daß die Epiklese nicht fehlen dürfe und notwendig sei, nicht jedoch, daß in ihr und durch sie die Wandlung vollzogen werde – auch ohne die Worte Jesu.

Wer das heilige Schweigen des hl. Justinus Martyri so versteht, als gehe aus seinen Berichten hervor, daß die frühe lateinische Kirche keinen Einsetzungsbericht verwendete, versteht das Christentum des Altertums und die patristischen Texte gar nicht.
Montag, 14. Juli 2008 21:03
Brandenburgis: Ich kann nicht
erkennen, daß das 1. Vatikanum nun so sehr präzise definiert hat. „Pastor aeternus“ ist ein schwammiges Dokument. Und der scheußliche Papalismus wurde dadurch außerordentlich begünstigt.
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