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Mittwoch, 9. Juli 2008 13:17
Neue Lefebvre-Kirche in Fulda
Die angeschlagene Fuldaer Bistumsleitung hat bereits eine verbale Schlammschlacht gegen die Bruderschaft begonnen. Deren Generaloberer wurde von den letzten beiden Päpsten empfangen.
Priesterweihe bei der Priesterbruderschaft St. Piux X. in Zaitzkofen am 28. Juni
Priesterweihe bei der Priesterbruderschaft St. Piux X. in Zaitzkofen am 28. Juni
(kreuz.net, Fulda) Die Priesterbruderschaft Sankt Pius X. will in Fulda ein eigenes Gotteshaus für hundert Gläubige errichten.

Dazu soll die Gärtnerei ‘Blumen-Budach’ am Horaser Weg zur Kirche umgebaut werden.

„Wir wollen aus Altersgründen aufhören. Gegen die Nutzung als Kirche kann niemand etwas haben“ – erklärt die Eigentümerin Irma Budach vor der ‘Fuldaer Zeitung’.

Den Kontakt zur Bruderschaft hat eine Kundin vermittelt.

Das Gebäude lasse sich ohne großen Umbau neu nutzen.

Die Behörden wollen bis Ende der Sommerferien eine entsprechende Bauvoranfrage beantworten.

„Mit dem Bonifatius-Grab und als Sitz der Herbst-Vollversammlung der deutschen Bischöfe ist Fulda Deutschlands katholische Metropole“ – darf Pater Andreas Mählmann (34) vor der ‘Fuldaer Zeitung’ erklären:

„Ein eigenes Gotteshaus wäre für uns hier besonders wichtig.“

Pater Mählmann ist Sekretär des deutschen Distriktsoberen, Pater Franz Schmidberger.

Die ‘Fuldaer Zeitung’ ist in ihrer kirchlichen Berichterstattung traditionell dem umstrittenen Bischof von Fulda, Mons. Heinz-Josef Algermissen, hörig.

Der Fuldaer Bistumssprecher, Christof Ohnesorge, ergießt sich vor der Zeitung in wüsten Beschimpfungen:

„Es ist ärgerlich, daß die Gruppe auch in Fulda ihre Irrlehre verbreitet.“

Die Bruderschaft sei weltfremd, rückwärts gewandt: „Und sie ist nicht katholisch“ – donnerte Ohnesorge in einem verbalen Amoklauf.

Die Bewegung habe sich von der Gemeinschaft der katholischen Kirche getrennt:

„Wir bitten die Gläubigen, die Priesterbruderschaft nicht zu unterstützen und an deren Gottesdiensten nicht teilzunehmen. Nur so tragen sie nicht zur weiteren Spaltung der Kirche bei“ – so der Bistumssprecher.

Bisher zelebrierte die Priesterbruderschaft die Heilige Messe in einer Kapelle, die in einem ehemaligen Wirtschaftsgebäude in der Von-Schildeck-Straße in der Nähe der städtischen Musikschule untergebracht ist.

Die Messen finden im zweiwöchigen Wechsel samstags oder sonntags statt.

Letztes Jahr stellte die Bruderschaft den Antrag, neben ihrer jetzigen Kapelle anzubauen. Die Stadt lehnte ab.

Das Gebäude hätte sich angeblich nicht in das Umfeld eingepaßt, und es hätten die Parkplätze gefehlt.

© Titelbild: fsspx.info
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 273 Lesermeinungen:
Dienstag, 29. Juli 2008 21:18
adlimina: Genau so …
… meinte ich es, jedenfalls ganz ähnlich, lieber Patriarch Andreas.
Wer weiß, was der gute Gunsenum mit seinen Pünktchen meint nach „kenne keine“?
Dienstag, 29. Juli 2008 20:07
Andreas Wingenfeld: Kein eigentliches Schisma
Castrillon spricht bezogen auf die unerlaubten Bischofsweihen von einem „schismatischen Akt“, es liege jedoch „kein eigentliches Schisma“ vor, am wenigsten wohl bei den kleinen Leuten, den einfachen Gläibigen, die die Messen der Pius-Brüder besuchen. Aber lassen wir das. Es soll nun nicht um Wortglauberei gehen. Hinsichtlich der grundsätzlichen Beurteilung der Situation in Fulda bin ich mit Ihnen vollkommen d’accord.

Mich empört auch das Messen mit zweierlei Maß. Gewisse Priesterkreise, die längst hätten gemaßregelt werden müssen, genießen weiterhin eine gewisse Narrenfreiheit, während alles Traditionsverbundene und Rechtgläubige pauschal unter Generalverdacht gestellt wird.
Dienstag, 29. Juli 2008 19:55
adlimina: Unerlaubte Bischofsweihen …
… führen auf Ihren SchWingen nicht ins Feld des Schismas? Sicher, es gab diplomatisch abwiegelnde Worte für den gewöhnlichen Anhänger der Lefebvre-Gemeinschaft, die oft einfach nur keinen geregelten Status in ihrer Seelennot haben. Aber die gültig, jedoch unerlaubt geweihten Amtsträger befinden sich im Schisma, erkennen sie doch (aktiv!) den Papst nicht als ihren obersten Hirten an!
Dienstag, 29. Juli 2008 19:40
Andreas Wingenfeld: Correctio fraterna
Lieber adlimina,

bei den Pius-Brüdern handelt es sich mitnichten um „Schismatiker“. Lasst uns doch in diesem Punkt nicht päpstlicher als der Papst sein, der durch Kardinal Castrillon sagen lässt, es handele sich hier um ein innerkirchliches (!) Problem, die Pius-Brüder seien nicht schismatisch, das Problem sei lediglich ihr ungeregelter kanonischer Status.
Dienstag, 29. Juli 2008 19:27
adlimina: Entente cordiale-strategique:
Wenn Sie, lieber Gunsenum, zum Schwure auffordern, muß ich meine Verbundenheit mit Ihnen bekennen – Auch ich bin gegen die Ansiedlung von Schismatikern in unserem geliebten Fuld’. Allerdings habe ich ein wenig gegengehalten, weil ich schon anerkennen möchte, daß sie ein heilsamer Stachel im Fleisch und ein Biß im Gewissen zur notwendigen Erforschung desselben sind – denn so berühmt stehen die von Ihnen postulierten „aufrechten Katholiken“ auch nicht da in unserer gegenwärtigen Verfassung als Kirche von Fulda. Gegen die Pius-Brüder zu sein, bedeutet für mich nicht, das (anfänglich von mir mit ganz großen Hoffnungen empfangene) Algermissen-Regime unübertrefflich wunderbar zu finden.
Dienstag, 29. Juli 2008 17:42
Gunsenum: Ich kenne keine …mehr, nur noch aufrechte Fuldaer Katholiken!
Sind sie nun für oder gegen die Piusfraktion in Fulda!
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