Es gibt keinen einheitlichen Ritus mehr
Das Alte wurde verboten, und das Neue hat sich nicht durchgesetzt. Ein deutscher Priester sucht Auswege aus dem Chaos der Liturgiereform.
(kreuz.net) „Ich versuche mit der Zelebration des außerordentlichen Ritus ein ganz wichtiges und zentrales
Anliegen der Theologie und des Pontifikates von Papst Benedikt XVI. zu fördern.“
Das erklärte der Pfarrer von Herzogenrath im Bistum Aachen, Hw. Guido Rodheudt, kürzlich in einem Interview vor der Video-Webseite ‘gloria.tv’.
Hw. Rodheudt gehört zu den Gründern des ‘Netzwerks Katholischer Priester’.
Das ‘Netzwerk’ versammelt rund vierhundert Geistliche, die für eine unzensurierte Verkündigung der katholischen Lehre, die Respektierung der Liturgie sowie die Umsetzung der priesterlichen Leitungsaufgaben einsetzt.
Der Papst habe schon als Kardinal seit vielen Jahren schon eine Kritik an der liturgischen Praxis der nachkonziliaren Zeit geäußert – führt Hw. Rodheudt weiter aus:
„Benedikt XVI. sieht die Schwierigkeit nicht im marginalen Bereich, sondern in zentralen Verstellungen der Anliegen des Konzils.“
Schon als Kardinal habe er eine Reform der Liturgiereform angestrengt:
„Damit meint er, daß der römische Ritus, so wie wir ihn in der reformierten Form vorfinden, sich nach dem Konzil mehr und mehr von dem eigentlichen Gedanken des Ritus verabschiedet hat.“
Hw. Rodheudt stellt fest, daß es in den liturgischen Büchern keinen einheitlichen Ritus mehr gibt: „Wir haben ein Pool von Wahlmöglichkeiten.“
Der Papst habe in seinen Schriften mehrfach bekundet, daß man keine liturgische Erneuerung betreiben könne, wenn man so tue, als ob das, was nahezu 1500 Jahre in der Kirche gegolten habe, nie dagewesen wäre.
Dabei stehe nicht eine „Re-Tridentinisierung“ der liturgischen Landschaft im Vordergrund: „Aber es geht um eine Reform der liturgischen Landschaft auf dem Hintergrund dessen, was jahrtausendelang vorher galt.“
Das gehe nur dadurch, „daß man den außerordentlichen Ritus in einer guten Liberalität zelebrieren darf.“
Hw. Rodheudt berichtet, das Anliegen des päpstlichen Motu Proprio in seiner Pfarrei umgesetzt zu haben:
„Als das Motu Proprio erschien, habe ich mich entschieden, zum ersten Adventssonntag des gleichen Jahres, zweimal in der Woche, einen zusätzlichen Meßtermin mit diesem Ritus auszuschreiben, damit die Leute ihn kennenlernen können.“
Nächstes Mal: Eigentlich nur gute Erfahrungen
Das Video-Interview
Das erklärte der Pfarrer von Herzogenrath im Bistum Aachen, Hw. Guido Rodheudt, kürzlich in einem Interview vor der Video-Webseite ‘gloria.tv’.
Hw. Rodheudt gehört zu den Gründern des ‘Netzwerks Katholischer Priester’.
Das ‘Netzwerk’ versammelt rund vierhundert Geistliche, die für eine unzensurierte Verkündigung der katholischen Lehre, die Respektierung der Liturgie sowie die Umsetzung der priesterlichen Leitungsaufgaben einsetzt.
Der Papst habe schon als Kardinal seit vielen Jahren schon eine Kritik an der liturgischen Praxis der nachkonziliaren Zeit geäußert – führt Hw. Rodheudt weiter aus:
„Benedikt XVI. sieht die Schwierigkeit nicht im marginalen Bereich, sondern in zentralen Verstellungen der Anliegen des Konzils.“
Schon als Kardinal habe er eine Reform der Liturgiereform angestrengt:
„Damit meint er, daß der römische Ritus, so wie wir ihn in der reformierten Form vorfinden, sich nach dem Konzil mehr und mehr von dem eigentlichen Gedanken des Ritus verabschiedet hat.“
Hw. Rodheudt stellt fest, daß es in den liturgischen Büchern keinen einheitlichen Ritus mehr gibt: „Wir haben ein Pool von Wahlmöglichkeiten.“
Der Papst habe in seinen Schriften mehrfach bekundet, daß man keine liturgische Erneuerung betreiben könne, wenn man so tue, als ob das, was nahezu 1500 Jahre in der Kirche gegolten habe, nie dagewesen wäre.
Dabei stehe nicht eine „Re-Tridentinisierung“ der liturgischen Landschaft im Vordergrund: „Aber es geht um eine Reform der liturgischen Landschaft auf dem Hintergrund dessen, was jahrtausendelang vorher galt.“
Das gehe nur dadurch, „daß man den außerordentlichen Ritus in einer guten Liberalität zelebrieren darf.“
Hw. Rodheudt berichtet, das Anliegen des päpstlichen Motu Proprio in seiner Pfarrei umgesetzt zu haben:
„Als das Motu Proprio erschien, habe ich mich entschieden, zum ersten Adventssonntag des gleichen Jahres, zweimal in der Woche, einen zusätzlichen Meßtermin mit diesem Ritus auszuschreiben, damit die Leute ihn kennenlernen können.“
Nächstes Mal: Eigentlich nur gute Erfahrungen
Das Video-Interview
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Dienstag, 8. Juli 2008 01:25
Bernado: Was Kardinal Castrillon Hoyos sagte:
„Lassen sie mich das ganz klar sagen: Der Heilige Vater will, daß die überlieferte Form der Messe regulärer
Bestandteil des liturgischen Lebens der Kirche wird, damit alle Gläubigen – die jungen wie die alten –
sich mit den alten Riten vertraut machen und von ihrer spürbaren Schönheit und Transzendenz profitieren
können. Der Heilige Vater will das sowohl aus pastoralen als auch aus theologischen Gründen.“
Journalistenfrage: „Das heißt, der Papst wünscht, daß viele normale Pfarreien sich darauf einrichten, den Gregorianischen Ritus zu feiern?
Kardinal: Alle Pfarreien. Nicht viele; alle Pfarreien, weil das eine Gabe Gottes ist. Er bietet uns diesen Reichtum an, und es ist für die neuen Generationen sehr wichtig, die Vergangenheit der Kirche zu kennen. Diese Art des Gottesdienstes ist so vornehm und so schön – die größten Theologen haben darin unseren Glauben zum Ausdruck gebracht. Der Gottesdienst, die Musik, die Architektur, die Gemälde – das bildet ein Ganzes von höchstem Wert. Der hl. Vater will diese Möglichkeit allen Gläubigen eröffnen, nicht nur den wenigen Gruppen, die danach verlangen, sondern so, daß alle in der Katholischen Kirche diese Weise zur Feier der Eucharistie kennen.
Frage: In diesem Zusammenhang: Wollen Sie erreichen, daß alle Seminare in England und Wales die Seminaristen in der Feier der außerordentlichen Form unterrichten?
Kardinal: Das möchte ich, das wird notwendig sein.
(London, 14. 6. 2008)
Mehr dazu auf Summorum Pontificum.
Journalistenfrage: „Das heißt, der Papst wünscht, daß viele normale Pfarreien sich darauf einrichten, den Gregorianischen Ritus zu feiern?
Kardinal: Alle Pfarreien. Nicht viele; alle Pfarreien, weil das eine Gabe Gottes ist. Er bietet uns diesen Reichtum an, und es ist für die neuen Generationen sehr wichtig, die Vergangenheit der Kirche zu kennen. Diese Art des Gottesdienstes ist so vornehm und so schön – die größten Theologen haben darin unseren Glauben zum Ausdruck gebracht. Der Gottesdienst, die Musik, die Architektur, die Gemälde – das bildet ein Ganzes von höchstem Wert. Der hl. Vater will diese Möglichkeit allen Gläubigen eröffnen, nicht nur den wenigen Gruppen, die danach verlangen, sondern so, daß alle in der Katholischen Kirche diese Weise zur Feier der Eucharistie kennen.
Frage: In diesem Zusammenhang: Wollen Sie erreichen, daß alle Seminare in England und Wales die Seminaristen in der Feier der außerordentlichen Form unterrichten?
Kardinal: Das möchte ich, das wird notwendig sein.
(London, 14. 6. 2008)
Mehr dazu auf Summorum Pontificum.
Montag, 7. Juli 2008 23:28
CarloBorromaeo: Seltsam…
Wenn Pfr. Rodheudt wirklich etwas für die Liturgie im Sinne des Hl. Vaters tun will, so möge er sich
doch bitte an dessen Vorgaben halten, und nicht mutmaßen (hat er seherische Fähigkeiten?), was der Papst
u.U. gemeint haben könnte.
Auch, wenn das die Liebhaber des außerdordentlichen Usus selbst nach einem Jahr immer noch nicht gerne hören:
Das Motu Proprio antwortet (!) auf einen Bedarf und tut dies in pastoraler Umsicht! Es will aber keinen Bedarf schaffen!
Insofern hat Pfr. Rodheudt auch keine Messen von sich aus anzubieten, es sei denn eine Gruppe bittet ihn darum…
Auch päpstliche Schreiben zu lesen ist doch gar nicht so schwer, oder?
Auch, wenn das die Liebhaber des außerdordentlichen Usus selbst nach einem Jahr immer noch nicht gerne hören:
Das Motu Proprio antwortet (!) auf einen Bedarf und tut dies in pastoraler Umsicht! Es will aber keinen Bedarf schaffen!
Insofern hat Pfr. Rodheudt auch keine Messen von sich aus anzubieten, es sei denn eine Gruppe bittet ihn darum…
Auch päpstliche Schreiben zu lesen ist doch gar nicht so schwer, oder?
Montag, 7. Juli 2008 20:59
turk: Es wäre dann auch noch gut, wenn
das Priesternetzwerk etwas für seine Glaubwürdigkeit täte.
Montag, 7. Juli 2008 20:58
Gotthard: päpstliche Anliegen
auch ein Papst hat Anliegen und Vorlieben. Diese darf er auch sehr pflegen.
Doch Anliegen und Vorlieben sind noch keinerlei Vorgaben für die Kirche.
Eine Kommunionbank bei einer Papstmesse mag ja ein nettes liturgisches Möbelstück sein – normativ sagt es nichts aus.
Das Messbuch gibt auch eine Kommunionbank her – dank der vielen Wahlmöglichkeiten.
Wenn Guido Rodheudt mag, kann er doch seine Gottesdienstordnung so gestalten wie er es macht … er muss deshalb weder besonders gelobt noch gescholten werden.
Er mag irgendwelche Intentionen des Papstes zu erkennen meinen – sie sind keineswegs beschrieben für die Kirche.
Benedikt’s Vorlieben stehen neben den Vorlieben von Hw Breitenbach in Schweinfurt … es sind halt Vorlieben – aber keine Vorgaben.
Doch Anliegen und Vorlieben sind noch keinerlei Vorgaben für die Kirche.
Eine Kommunionbank bei einer Papstmesse mag ja ein nettes liturgisches Möbelstück sein – normativ sagt es nichts aus.
Das Messbuch gibt auch eine Kommunionbank her – dank der vielen Wahlmöglichkeiten.
Wenn Guido Rodheudt mag, kann er doch seine Gottesdienstordnung so gestalten wie er es macht … er muss deshalb weder besonders gelobt noch gescholten werden.
Er mag irgendwelche Intentionen des Papstes zu erkennen meinen – sie sind keineswegs beschrieben für die Kirche.
Benedikt’s Vorlieben stehen neben den Vorlieben von Hw Breitenbach in Schweinfurt … es sind halt Vorlieben – aber keine Vorgaben.
Montag, 7. Juli 2008 20:02
möchtegern-kathole: Guido Rodheudt …
… ist tapfer, wenn er öffentlich für seinen Standpunkt eintritt, wohlwissen, dass er von so manchem dafür geschnitten wird.
Montag, 7. Juli 2008 17:52
Pavle: Solche Probleme…
Bin ich froh das WIR nicht solche Probleme haben:))
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