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Montag, 30. Juni 2008 09:45
Brauner geht’s nimmer
Der Wiener Skandalkardinal steht nicht nur auf homo-pornographische Blasphemien. Letzte Woche hat der auch als Abtreibungskardinal bekannte einen päpstlichen Verdienstorden mißbraucht, um sich bei einer skrupellosen Gewaltpredigerin einzuschmeicheln. Jetzt gibt es nur noch eine Lösung.
Kardinal Schönborn überreicht der Wiener Vizebürgermeisterin den Gregoriusorden.
Kardinal Schönborn überreicht der Wiener Vizebürgermeisterin den Gregoriusorden.
(kreuz.net, Wien) Wie viele Kinder aus welchen Motiven und wann im Leib der Mama abgeschlachtet werden dürfen, ist bekanntlich Privatsache der betroffenen Mütter.

Außerdem sind einflußreiche Politiker jeder Couleur für katholische Bischöfe wichtiger, als namenlose ungeborene Kinder ohne Stimme.

Von ersteren kann man sich etwas erwarten, von den zweiten nichts: Denn nur von der Providentia Dei lebt niemand, schon gar nicht ein katholischer Purpurträger.

Darum hat der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, in der vergangenen Woche der sozialistischen Wiener Abtreibungsideologin, Genosse Renate Brauner, den päpstlichen Verdienstorden „Kommandeurin des Gregoriusordens“ verliehen.

Genosse Brauner hat nicht nur etwas gegen jüdische ungeborene Kinder, sondern gegen ungeborene Kinder überhaupt: Brauner geht’s nimmer.

Gemeinsam mit dem Wiener Kinderschlächter Christian Fiala und der Stadträtin Genosse Sonja Wehsely rackert sich Genosse Brauner seit Jahrzehnten ab, um schwangere Mütter in Not zu schänden und ihre ungeborenen Kinder zu Hackfleisch zu verarbeiten.

Es ist natürlich nicht optimal, völlig wehrlose und unschuldige Menschen zu zerstören. Das wissen sowohl Genosse Brauner als auch Kardinal Schönborn.

Nachdem das einmal festgestellt ist, kann man nachher um so ungehemmter und unoptimaler töten, schlachten, morden, verätzen, in Stücke reißen, den Garaus machen. Zur Ablenkung wird dann über die Hospizbewegung geredet oder sonst ein frommes Thema angeschnitten.

Bekanntermaßen gehen aus unglücklichen Beziehungen unglückliche Kinder hervor. Um diesen Unglücklichen ein unglückliches Leben zu ersparen, möchte Genosse Brauner diese rechtzeitig mit der Abtreibung beglücken.

Dieses glückliche Bemühen der Genossin nimmt die Kirche sehr ernst. Denn die oberste Maxime der Schönborn-Seelsorge ist nicht zu verurteilen, sondern zu verstehen und Mut zu einem neuen Anfang zu machen.

Wen verstehen? Die abgetriebenen Kinder? Aber nein. Die sind keine potentiellen Kirchensteuerzahler. Die Abtreibungsmütter? Keine Spur. Den meisten von ihnen wäre die Tötung ihrer Kinder nicht in den Sinn gekommen, hätte der Staat nicht entsprechende Vorgaben geliefert.

Verstehen muß man die Mächtigen dieser Welt. Die Kunst des Verstehens der Macht nennt man Diplomatie. Als „diplomatisch“ ist bekanntlich auch der Kardinal von Wien bekannt. Er hat eine untrügerische Nase für jene, die im gesellschaftlichen und kirchlichen Kampf gerade oben sind.

In den Worten, welche die ehemalige Wiener Landtagspräsidentin, ÖVP-Genosse Maria Hampel-Fuchs, bei der Laudatio für Genosse Brauner benutzte:

„Diese Ordensverleihung ist Ausdruck für die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt Wien und der Katholischen Kirche in Gegenwart und Zukunft, aber vor allem ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung der Persönlichkeit von Vizebürgermeisterin Finanzstadträtin Mag. Renate Brauner“.

Der Gegenbegriff für Diplomatie ist Glaubwürdigkeit. Glaubwürdig ist, wer die Wahrheit sagt. Der Diplomat folgt nicht der Wahrheit, sondern der Macht.

Darum ist der Weg des Wiener Kardinals an die römische Kurie vorgezeichnet. Eine denkbare, würdevolle Ernennung für ihn wäre jene zum Präfekten der Glaubenskongregation.

Das ist an sich ein völlig harmloses Amt. Nur aufgrund des persönlichen Mutes und Profils des letzten Amtsinhabers bekamen Welt und Kirche den Eindruck, daß es sich dabei um eine Schaltstelle handelt.

Kardinal Schönborn wird als Präfekt dieser Kongregation nicht viel bewegen und kaum Schaden anrichten. Er könnte dort auch besser vom Papst kontrolliert werden und bei den Liturgien im Petersdom in der ersten Reihe sitzen.

Dem Wiener Kardinal wäre dieses Ende von Herzen zu gönnen – und seiner Erzdiözese ein Neubeginn in Glaubwürdigkeit.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 116 Lesermeinungen:
Montag, 18. August 2008 22:03
Elijahu: Christliche Politiker und Abtreibung
Bei der Frage wie man als Politiker mit dem Thema Abtreibung umzugehen hat handelt es sich letztlich um eine pastorale Anweisung, daher ist eine dogmatisch verbindliche Verkündigung in diesem Fall unmöglich.

Eins steht jedoch fest: kein Politiker der für Abtreibung ist oder gar Lobbyarbeit für eine Fristenlösung betreibt kann christlich sein, sondern steht de fakto nicht in Gemeinschaft mit der Katholischen Kirche.

Warum wird solchen Politikern also ein päpstlicher Orden verliehen? Werden päpstliche Orden auch an Ungläubige verliehen, an „Heiden“ quasi? Werden diese durch eine solche Adelung nicht noch in ihrem Unglauben und in ihrer falschen Politik verstärkt?

Welche Mitschuld an der katastophalen Abtreibungspolitik tragen also der Vatikan und Kardinäle wenn sie sich mit solchen Gestalten gemein machen?
Montag, 7. Juli 2008 22:46
Jörg Guttenberger, Köln: Marcelus: Dogma
Sofern kein Dogma vorliegt, sind Meinungsverschiedenheiten legitim. In der astehenden Frage hat bisher kein Papst dogmatisiert.

Im Übrigen wäre die zwar kirchenrechtlich zulässige Dogmatisierung ohne Befragung des Weltepiskopates ein Novum
Montag, 7. Juli 2008 19:09
Marcelus: @J. Guttenberger: Das päpstliche Lehramt fordert und verdient grundsätzlich den Gehorsam aller
Glaubensuntertanen des Papstes auch in nicht-unfehlbaren Fragen,
es sei denn, es liegt ein Fall des Abweichens vom apostolischen katholischen Glauben vor (vgl. Cum ex apostolatus, Paul IV., 2312 a.u.c.):
Und aufkommende Diskussionen kann der Papst bekanntlich kraft des Petrusamtes alleine endgültig und unfehlbar klären.
Montag, 7. Juli 2008 16:30
Jörg Guttenberger, Köln: Marcelus: DBK und ÖBK
Das ist richtig, aber da es sich hier um kein Dogma handelt, sind hier Meinungsverschiedenheiten legitim.

Ich habe damals die Auffassung vertreten, wenn PVI die Pille erlaubt hätte und es hätten sich adäquat causale Langzeitfolgen ergeben, hätte dieser Papst posthum ordentlich verbale Prügel bezogen. Heute sieht es in der Tat so aus, als ob es adäquat causale Langzeitfolgen gibt, so z. B. für die Umwelt. Damit wird die Auffassung von PVI bestätigt. Übrigens hat sich Patriarch Athenagoras v. Konstantinopel voll hinter PVI gestellt.

Das letzte Wort ist zu diesem Thema vermutlich noch nicht gesprochen.
Sonntag, 6. Juli 2008 19:27
Marcelus: @J. Guttenberger, Köln:
Sowohl die BRD-DBK als auch die ÖBK haben die päpstlichen Lehren, die in Humanae vitae durch Paul VI. 2721 a.u.c. bestätigt worden waren, für unverbindlich erklärt,
und waren dafür sowohl von Paul VI. als auch von seinem Nachfolger Johannes Paul II. gerügt worden.
Donnerstag, 3. Juli 2008 16:16
Jörg Guttenberger, Köln: Marcelus: Erzbischof von Wien
Sie haben recht, selbstverständlich meine ich Karinal Schönborn. Danke für die Berichtigung.

Ihre Kritik Kardinal Königs bedarf einer ausführlicheren Begründung. Von einer Rüge durch Rom ist mir bisher nichts bekannt geworden.
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