Notwendige Ketzerjagd
Eine bischöfliche Kommission hat die religionspluralistischen und relativistischen Werke von zwei Ketzern kritisiert. Wird jetzt auch der Vatikan eingreifen?

Pater Vigil ist ein Befreiungstheologe, der in Panama lebt. Er arbeitete auch mit dem emeritierten linkslastigen Bischof von Sao Felix in Brasilien zusammen.
Die Glaubenskommission wirft dem Klaretinerpater vor, in seinem 2005 erschienenen Buch „Theologie des religiösen Pluralismus“ mit falschen methodologischen Voraussetzungen zu arbeiten. Aufgezählt werden:
– eine Leugnung des göttlichen Eingreifens in die Geschichte
– eine Verdrängung der kirchlichen Tradition bei der Bibelauslegung
– eine Ausdeutung des Zweiten Vatikanums als kirchengeschichtlicher „Bruch“
– eine Leugnung des Lehramtes als authentischer Interpret des Gotteswortes
– eine relativistische Auffassung der religiösen Wirklichkeiten
– eine ideologische Präsentation der Geschichte der Evangelisierung
Mit diesen Voraussetzungen gelange Pater Vigil zu Schlußfolgerungen, die bereits in der Vergangenheit vom Vatikan verurteilt wurde, erklärt die Glaubenskommission.
Sie nennt in diesem Zusammenhang die Werke des belgischen Jesuiten Jacques Dupuis und des US-Jesuiten Roger Haight.
Schon diese hätten die Menschwerdung und Präexistenz Jesu als „Symbole“ bezeichnet, eine scharfe Trennlinie zwischen dem Reich Gottes und der Kirche gezogen und andere Religionen als gültige Mittel der Offenbarung dargestellt.
Aufgrund dieser Schlußfolgerungen zerstöre Pater Vigils Buch „vor allem den Glauben der Einfachen“ – warnt die Glaubenskommission.
Die Erklärung bezieht sich auch auf eine Ansprache von Papst Benedikt XVI. aus dem Jahr 2005 an die Römische Kurie. Diese erwähnt frühere vatikanische Maßregelungen für die Ketzer Pater Jacques Dupuis, Roger Haight, John Hick, Hw. Reinhard Messner, Leonardo Boff und Pater Jon Sobrino.
Streit unter den Bischöfen
Hw. Pagola war 22 Jahre Generalvikar der Diözese San Sebastián. Er wurde für sein Buch „Jesus: Eine historische Annäherung“ kritisiert.
Das Buch gibt es bereits in der achten Auflage. Es wurde in Spanien bereits etwa 40.000 Mal verkauft. Auch Übersetzungen in andere Sprachen sind geplant.
Der Bischof von Tarazona, Mons. Demetrio Fernández González, erklärte dazu: „Der Jesus von Pagola ist nicht der Jesus der Kirche“. Bei Hw. Pagola werde Jesus zu einem „außerordentlichen Mann“. Er sei aber nicht „eines Wesens mit dem Vater“.
Daraufhin verfaßte der Sekretär der bischöflichen Glaubenskommission, Hw. José Rico Pavés, einen Essay, in dem er Hw. Pagolas Buch für dessen exzessiven Skeptizismus im Hinblick auf die Aussage der Evangelien zu Jesu Leben und Wirken verurteilt.
Hw. Pagola interpretiere die Botschaft Jesu zu stark aus einer Perspektive des Klassenkampfes. Dabei verleugne er die Dimension der persönlichen Sünde und der Erlösung, so Hw. Pavés.
Hw. Pavés kritisierte auch die im Buch verwendete liberale Exegese.
Trotz der öffentlichen Kritik sind die spanischen Bischöfe über die Haltung, die sie zu Hw. Pagolas Buch einnehmen sollen, noch unschlüssig.
Während einige Bischöfe das Buch stark kritisieren, verteidigen etwa der Bischof von San Sebastián, Mons. Juan María Uriarte, und der ehemalige liberale Vorsitzende der spanischen Bischofskonferenz, Mons. Ricardo Blázquez von Bilbao, den Inhalt des Werkes.
Gemäß spanischen Medienspekulationen wäre es auch möglich, daß Hw. Pavés vom Vatikan gemaßregelt wird. Dies werde auch von der Verkaufszahl seiner Bücher in anderen Sprachen abhängen.
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Donnerstag, 27. März 2008 20:02
Marcelus: @Hiéron du Val d’Or: Der wahre König Zions hat längst gewonnen
Die Rede ist nicht von einem blutigen Krieg. Der wahre König Zions hat längst gewonnen.
Nichts anderes lehrt die römisch-katholische Kirche seit 2000 Jahren.
Nichts anderes lehrt die römisch-katholische Kirche seit 2000 Jahren.
Dienstag, 25. März 2008 17:19
Hyazinth: Naja,
Unrecht hat er ja nicht, wenn er das 2. „Vatikanum“, als Bruch in der Kirchengeschichte sieht, das hat zumindest mit Pius gemein. Man muß auch bei den größten Modernisten positive Seiten sehen. Der hat wenigstens in dieser Hinsicht logischer gedacht als unsere neokonservativen Freunde, die sich anscheinend jeden Tag selber wieder erklären müssen, daß alles organisch ist.
Dienstag, 25. März 2008 10:35
Hiéron du Val d’Or: @Tridentius
Kettenhemd und Streithengst waren rein symbolisch gemeint. Ich denke, das wissen Sie auch ganz genau!
Die Rede ist nicht von einem blutigen Krieg. Der wahre König Zions hat längst gewonnen.
Die Rede ist nicht von einem blutigen Krieg. Der wahre König Zions hat längst gewonnen.
Dienstag, 25. März 2008 09:19
Tridentinus: Militärisch
scheint dieser Wahre König von Zion nicht auf dem neuesten Stand zu sein: Kettenhemd und Streithengst.
Ja, wo laufen sie denn?
Ja, wo laufen sie denn?
Montag, 24. März 2008 20:48
Marcelus: @Hiéron du Val d’Or: Das hatten wir doch schon
Der wahre König Zions wird nicht nur über Zion, sondern auch über die vereinten Staaten Europas gebieten.
Das königliche Geblüt wird seinen Herrschaftsanspruch zweifelsfrei beweisen können.
Vereinte Staaten Europas einschließlich des Hl. Landes – solche Herrscher hatten wir schon,
heute kennt keiner mehr deren Namen.
Vereinte Staaten Europas einschließlich des Hl. Landes – solche Herrscher hatten wir schon,
heute kennt keiner mehr deren Namen.
Montag, 24. März 2008 20:47
Hiéron du Val d’Or: Der wahre König Zions
Der wahre König Zions wird nicht nur über Zion, sondern auch über die vereinten Staaten Europas gebieten.
Das königliche Geblüt wird seinen Herrschaftsanspruch zweifelsfrei beweisen können.
Der wahre König Zions ist in keinem Falle mit dem Antichristen gleichzusetzen.
Der wahre König Zions ist in keinem Falle mit dem Antichristen gleichzusetzen.
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