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Der selige Polizist + Die Passion leicht gemacht + Der Kardinal darf ausgegraben werden + 182 Tage + Ein aufgehobener Orden appelliert an den Vatikan
Der selige PolizistVatikan. Salvo d’Acquisto war erst 23 Jahre alt, als er sich eines Attentates schuldig bekannte, das er nicht begangen hatte. 1943 wurde der italienische Polizist dafür hingerichtet. Das Attentat wurde in Wahrheit von Partisanen verübt. Durch sein falsches Geständnis rettete er die Einwohner eines Dorfes in der Nähe von Rom von der Sippenhaft. Laut einer Ankündigung von Camillo Kardinal Ruini wird der Karabiniere jetzt seliggesprochen. Der Heilige Vater würdigte den zukünftigen Seligen in einer Botschaft, weil er „wie Christus sein Leben gab, um andere zu retten“.
Die Passion leicht gemacht
USA. Presseberichten zufolge plant Mel Gibson nächsten Monat die Veröffentlichung einer gewaltreduzierten Version seines Filmes „Die Passion Christi“. Sechs Minuten der ursprünglichen Fassung sollen entfernt werden. Die neue Version soll am 11. März auf den Markt kommen. Alleine in Nordamerika nahm der Film bisher umgerechnet 376 Millionen Euro ein. Der Geschäftspartner von Mel Gibson in der Firma „Icon Productions“, die den Film herstellte, erklärte, daß die im Streifen dargestellte Gewalt zu vielen Diskussionen geführt habe. Mel Gibson habe darum beschlossen, diesen Leuten eine sanftere und gemäßigtere Version anzubieten. Die veränderte Fassung wird keine neuen Szenen enthalten. Besonders die Geißelungsszene wurde für die neue Version angepaßt.
Der Kardinal darf ausgegraben werden
Kenia. Die Familie von Maurice Kardinal Otunga und der Bukusu Stamm haben nach anfänglichem Widerstand der Exhumierung des ehemaligen Erzbischofs von Nairobi zugestimmt. Kardinal Otunga gehörte zum Bukusu Stamm. Die Bukusu fürchteten, durch die „Schändung des Leichnams“ verflucht zu werden. Da Kardinal Otunga aber, so die neue Argumentation der Bukusu, zu Lebzeiten die Traditionen nicht gehalten habe, könne man diese von ihm auch nach dem Tod nicht einfordern. Durch die Umbettung der Leiche des Kardinals soll den Gläubigen der Kult erleichtert und der Seligsprechungsprozeß beschleunigt werden.
182 Tage
In der Nähe des Kölner Domes zählt eine 4 Meter mal 1,50 Meter große Countdown-Uhr die verbleibende Tage bis zum 20. Weltjugendtag: „Die Uhr soll ein Ansporn sein, die verbleibende Zeit bis zum Weltjugendtag gut zu nutzen“, erklärte gestern der Generalsekretär des Weltjugendtags Heiner Koch. Entgegen aller Gerüchte sei die Reise des Heiligen Vaters zum Weltjugendtag nach Köln fest eingeplant, bekräftige Koch. „Die Reise steht nach wie vor im Terminkalender des Papstes.“ Bis zum Weltjugendtag 2005 bleiben 182 Tage.
Ein aufgehobener Orden appelliert an den Vatikan
USA. Die inzwischen aufgehobene US-amerikanische Ordensgemeinschaft „Gesellschaft des Heiligen Johannes“ hat jüngst in Rom gegen den Aufhebungsentscheid appelliert. Die Entscheidung des Diözesanbischofs des Bistums Scranton in den USA, Joseph Francis Martino (58), entbehre jeden Grundes und sei ungerecht. Scranton befindet sich im Bundesstatt Pennsylvania im Osten der USA. Am 25. November löste der erst Ende 2003 eingesetzte Diözesanbischof von Scranton die „Gesellschaft des hl. Johannes“ auf. Die beiden Oberen der Gemeinschaft stehen im Verdacht, sich an Novizen und halbwüchsigen Minderjährigen homosexuell vergangen zu haben. Die Gemeinschaft hofft auf eine Änderung des bischöflichen Entscheides. In einem Rundschreiben der Gesellschaft wird gesagt, daß die Entscheidung des Diözesanbischofs nicht endgültig sei: „Wir werden uns bis zum bitteren Ende einsetzen.“ Die „Gesellschaft des hl. Johannes“ steht in keinem Zusammenhang mit den in Frankreich gegründeten „Johannesbrüdern“.
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