kreuzmeldungen
Die Waffen der Buße + Halbherziger Valentinssegen + Bischof von Chur: Was ist Architektur? + Spaniens Kindermord + Mit der Kirche im Clinch
Die Waffen der BußeVatikan. Der Heilige Vater zeigte sich beim gestrigen Angelus-Gebet erstmals seit seiner Rückkehr aus der Gemelli-Klinik den Gläubigen. Die übliche Ansprache des Papstes wurde vom argentinischen Erzbischof Leonardo Sandri, dem zweiten Mann im Vatikanischen Staatssekretariat, verlesen. Papst Johannes Paul II. bedanke sich bei allen Gläubigen für ihr Gebet. „Ich fühle, daß eure Hilfe vor dem Herrn notwendig ist, damit ich meine Sendung, die Jesus mir anvertraut hat, erfüllen kann.“ Zur Fastenzeit meinte der Heilige Vater, daß wir nur durch das Tragen des Kreuzes und die Gemeinschaft mit Christus ins ewige Leben gelangten. „Es ist ein Kampf, den man mit den Waffen der Buße bestreitet: dem Gebet, dem Fasten und den Werken der Barmherzigkeit.“ All dies müsse im Verborgenen geschehen, ohne Stolz, in der ehrlichen Gottes- und Nächstenliebe.“
Halbherziger Valentinssegen
Österreich. Die österreichischen Bischöfe veröffentlichten kürzlich „Orientierungen für Segensfeiern am Valentinstag“. Der Valentinstag biete die Chance, der Sehnsucht vieler Paare nach Gottes Schutz und Segen nachzukommen. Ehepaare sollten an diesem Tag eingeladen werden, ihr Eheversprechen zu erneuern. Verlobte könnten den Beistand Gottes für die Vorbereitung zur Ehe erbitten. Die Bischöfe empfehlen kirchliche Segensfeiern, die auf die jeweilige Situation der Paare eingehen. Wer nicht in der Ehe oder in Vorbereitung darauf lebe, solle durch ein sorgfältig formulieres Gebet und durch eine Einzelsegnung gestärkt werden. Einige Paare in ‘freien Verbindungen’ bezeichnen die Bischöfe als halbherzig. Man könne ihnen nicht den kleinen Finger der Einzelsegnung als billigen Ersatz für die ganze Hand, eine richtige Paarsegnung, reichen: „Dennoch ist es das Zeichen eines winzigen Schrittes in die richtige Richtung.“
Bischof von Chur: Was ist Architektur?
Schweiz. In seinem diesjährigen Fastenhirtenbrief dankt der Bischof von Chur und Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Mons. Amédée Grab, für die finanzielle Unterstützung bei der Restaurierung seiner Kathedrale. Gleichzeitig weist Bischof Grab darauf hin, daß es nur selten eine Versuchung sei, die Kirchengebäude zu vernachlässigen. „Unsere wunderschönen Pfarrkirchen aus allen Jahrhunderten werden immer häufiger restauriert. Sie brauchen es.“ Es sei aber nicht weniger wichtig zu sehen, daß wir selbst ein lebendiger Tempel Gottes seien: „In einem Pfarrblatt habe ich gelesen, Primarschüler hätten in einem Aufsatz die Frage beantworten sollen: Was ist Architektur? Der eine antwortete: Architektur ist das, was nicht zusammenstürzt.“ Ein anderer hätte umgekehrt formuliert: „Architektur ist, was stehenbleibt.“ „Eckstein der Kirche ist Jesus Christus,“ kommentierte der Bischof die Schüler. Gebaut sei die Kirche auf die zwölf Apostel. „Einstürzen wird sie nie.“
Spaniens Kindermord
Spanien. Die sozialistische Regierung Spaniens strebt in der Frage von Reagenzglaskindern weitere Entrechtungen an. Man will künstlich ausgewählte Brüder und Schwestern produzieren, die als geeignete Spender zur Behandlung eines kranken älteren Geschwisterchens in Frage kommen. Der jüngere Bruder könnte beispielsweise sein Rückenmark für seine todkranke Schwester hergeben. Natürlich werde es „strikte Bedingungen“ geben, versichern die Sozialisten. Diese Form der Kinderselektion werde auf „außerordentliche Fälle“ beschränkt bleiben. Das Gesetz muß noch dem spanischen Parlament vorgelegt werden. Es kann frühestens Ende 2005 oder Anfang nächsten Jahres in Kraft treten. In Spanien dürfen Reagenzglaskinder schon jetzt auf Krankheiten untersucht und bei einem positiven Befund getötet werden.
Mit der Kirche im Clinch
Schweiz. Das große Benediktinerkloster Einsiedeln in der Zentralschweiz lädt auch heuer zur Wallfahrt „Mit der Kirche im Clinch“ ein. Zwischen dem 13. und 16. Juli wolle man fernstehende, ausgetretene oder mit der Kirche unzufriedene Menschen ansprechen. Der Anlaß versuche Menschen zu sammeln, deren Verhältnis zu Glaube, Religion und Kirche getrübt sei. Kernpunkt der Wallfahrt sei die Wallfahrt selbst. Die Schwerpunktthemen lauten „Kirche – arrogant?“, „Kirche – ignorant?“ und „Kirche – dominant?“. Die Möglichkeit der Diskussion werde besonders hervorgehoben. Man suche dadurch den Dialogcharakter der Veranstaltung zu unterstreichen.
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Mittwoch, 16. Februar 2005 10:28
GerdEric: Liebe Stimme aus dem Tradiland
Stimme aus dem Tradiland Schreibt: Christus selbst hat enthaltsam geleb tund dennoch …
So sagt man,
aber das steht nicht so in den Evangelien,
und dabei war auch niemand.
Stimme aus dem Tradiland Schreibt: Wenn enthaltsame Leute nichts zur Heiligkeit des Ehesakraments sagen dürfen,
leider stimmt das ja nicht,
dass diese Leute enthaltsam leben,
nicht mal in „dem“ Bereich.
Stimme aus dem Tradiland Schreibt: Das alles auf den Geschlechtsverkehr einzuengen, bedeutet ein sexualistisch-eingeschränktes Weltbild zu haben.
Enthaltsamkeit beschränkt sich nicht nur auf Sexualität.
Stimme aus dem Tradiland Schreibt: Überdies gibt es heute genug negatives Anschauungsmaterial, wohin eine Gesellschaft kommt, wenn sie das Ehesakrament nicht mehr achtet
Als beispiel fällt moir da spontan der ehemalige Finanzminister der BRD ein, Waigel…
Warum konnte der so,
zack zack,
geschieden werden,
nur damit das Kind ehelich zur Welt kommt?
Abraham trennte sich nicht
und Isaak blieb einzig seiner Rebekka treu,
ohne heiligem Ehesakrament.
So sagt man,
aber das steht nicht so in den Evangelien,
und dabei war auch niemand.
Stimme aus dem Tradiland Schreibt: Wenn enthaltsame Leute nichts zur Heiligkeit des Ehesakraments sagen dürfen,
leider stimmt das ja nicht,
dass diese Leute enthaltsam leben,
nicht mal in „dem“ Bereich.
Stimme aus dem Tradiland Schreibt: Das alles auf den Geschlechtsverkehr einzuengen, bedeutet ein sexualistisch-eingeschränktes Weltbild zu haben.
Enthaltsamkeit beschränkt sich nicht nur auf Sexualität.
Stimme aus dem Tradiland Schreibt: Überdies gibt es heute genug negatives Anschauungsmaterial, wohin eine Gesellschaft kommt, wenn sie das Ehesakrament nicht mehr achtet
Als beispiel fällt moir da spontan der ehemalige Finanzminister der BRD ein, Waigel…
Warum konnte der so,
zack zack,
geschieden werden,
nur damit das Kind ehelich zur Welt kommt?
Abraham trennte sich nicht
und Isaak blieb einzig seiner Rebekka treu,
ohne heiligem Ehesakrament.
Mittwoch, 16. Februar 2005 09:19
Stimme aus dem Tradiland: Christus selbst hat enthaltsam gelebt
und dennoch das als Natursakrament seit Adam und Eva bestehende Ehesakrament umfassend erneuert und insbesondere
die seit Moses erlaubte Scheidung verboten. Ebenso der Hl. Paulus. Ebenso die Hl. Apostel seit ihrer Berufung
zum Apostel, auch wenn sie davor verheiratet waren und es weiterhin blieben, aber dann eben enthaltsam
lebten.
Wenn enthaltsame Leute nichts zur Heiligkeit des Ehesakraments sagen dürfen, dürfen ehrliche Leute auch nichts zu Lüge und Diebstahl sagen; treue Eheleute nichts zum Ehebruch usw. Das ist typisch antiklerikale Anmache. Sämtliche Priester sind in Familien aufgewachsen und hatten daher genug Anschauungsunterricht über das menschliche Zusammenleben.
Das alles auf den Geschlechtsverkehr einzuengen, bedeutet ein sexualistisch-eingeschränktes Weltbild zu haben. Überdies gibt es heute genug negatives Anschauungsmaterial, wohin eine Gesellschaft kommt, wenn sie das Ehesakrament nicht mehr achtet
Wenn enthaltsame Leute nichts zur Heiligkeit des Ehesakraments sagen dürfen, dürfen ehrliche Leute auch nichts zu Lüge und Diebstahl sagen; treue Eheleute nichts zum Ehebruch usw. Das ist typisch antiklerikale Anmache. Sämtliche Priester sind in Familien aufgewachsen und hatten daher genug Anschauungsunterricht über das menschliche Zusammenleben.
Das alles auf den Geschlechtsverkehr einzuengen, bedeutet ein sexualistisch-eingeschränktes Weltbild zu haben. Überdies gibt es heute genug negatives Anschauungsmaterial, wohin eine Gesellschaft kommt, wenn sie das Ehesakrament nicht mehr achtet
Dienstag, 15. Februar 2005 22:53
GerdEric: Uff, das ist viel Stoff, nur
soweit die Theorie,
und wie ist das in der Praxis?
Das haben sich doch in erster Linie Theoretiker ausgedachte
(ich will das jetzt gar nicht abwerten) ,
Nur scheint mir da doch etwas vom scheinbaren Vorwurf gegenüber den Pharisäern (es geht mir hier um den Vorwurf) ,
sie legten dem Volke Gesetze auf,
die es nicht halten konnte (im Gegensatz zu den katholischen Theologen lebten aber die Pharisäer (und da waren auch die Rabbiner und auch die Priester eingeschlossen) fast ausschließlich selbst die Ehe mit Kinder und allem, was dazu gehört) .
So legten sich die Pharisäer höhere Lasten auf,
die sie als Beispiel gegenüber dem Volke lebten (natürlich klappte das auch bei denen nicht immer,
aber auch katholische Priester sind ja nur Menschen) .
Es fehlt das positive Vorbild.
mfg
GerdEric
und wie ist das in der Praxis?
Das haben sich doch in erster Linie Theoretiker ausgedachte
(ich will das jetzt gar nicht abwerten) ,
Nur scheint mir da doch etwas vom scheinbaren Vorwurf gegenüber den Pharisäern (es geht mir hier um den Vorwurf) ,
sie legten dem Volke Gesetze auf,
die es nicht halten konnte (im Gegensatz zu den katholischen Theologen lebten aber die Pharisäer (und da waren auch die Rabbiner und auch die Priester eingeschlossen) fast ausschließlich selbst die Ehe mit Kinder und allem, was dazu gehört) .
So legten sich die Pharisäer höhere Lasten auf,
die sie als Beispiel gegenüber dem Volke lebten (natürlich klappte das auch bei denen nicht immer,
aber auch katholische Priester sind ja nur Menschen) .
Es fehlt das positive Vorbild.
mfg
GerdEric
Dienstag, 15. Februar 2005 17:00
Der katholische Polterer: Vielleicht sollte mario auch die
aktuellen Dokumente der Kirche zur Ehe lesen, vielleicht findet er dann weniger zum Schmunzeln bzw. überholt… Die kirchliche Lehre unterliegt nicht einer zeitgeistigen Entwicklung, das wäre ja ein großer Irrtum
Dienstag, 15. Februar 2005 16:56
Stimme aus dem Tradiland: Die Lehre vom Ehesakrament dauert ewig
hier Auszüge aus dem Katechismus der Katholischen Kirche:
Die Einheit und Unauflöslichkeit der Ehe
1644 Die Liebe der Gatten erfordert von Natur aus die Einheit und Unauflöslichkeit ihrer personalen Gemeinschaft, die ihr ganzes Leben umfaßt: „sie sind nicht mehr zwei, sondern eins“ (Mt 19,6) [Vgl. Gen 2,24].
Sie sind „berufen, in ihrer Einheit ständig zu wachsen durch die Treue, mit der sie täglich zu ihrem Eheversprechen gegenseitiger Ganzhingabe stehen“ (FC 19). Diese menschliche Gemeinschaft wird durch die im Sakrament der Ehe gegebene Gemeinschaft in Jesus Christus bekräftigt, geläutert und vollendet. Sie vertieft sich durch das gemeinsame Glaubensleben und durch die gemeinsam empfangene Eucharistie.
1645 „Wenn wirklich durch die gegenseitige und bedingungslose Liebe die gleiche personale Würde sowohl der Frau wie des Mannes anerkannt wird, wird auch die vom Herrn bestätigte Einheit der Ehe deutlich“ (GS 49,2). Die Polygamie widerspricht dieser gleichen Würde der Gatten und der ehelichen Liebe, die einzig und ausschließlich ist [Vgl. FC 19] (Vgl. dazu auch 369).
Die Treue in der ehelichen Liebe
(Vgl. dazu auch 2364 – 2365)
1646 Die eheliche Liebe verlangt von Natur aus von den Gatten unverletzliche Treue. Das ergibt sich aus der gegenseitigen Hingabe, in der die beiden Gatten sich einander schenken. Liebe will endgültig sein. Sie kann nicht bloß „bis auf weiteres“ gelten. „Diese innige Vereinigung als gegenseitiges Sichschenken zweier Personen wie auch das Wohl der Kinder verlangen die unbedingte Treue der Gatten und fordern ihre unauflösliche Einheit“ (GS 48,1).
1647 Der tiefste Grund liegt in der Treue Gottes zu seinem Bund und in der Treue Christi zu seiner Kirche. Durch das Sakrament der Ehe werden die Gatten fähig, diese Treue zu leben und sie zu bezeugen. Durch das Sakrament erhält die Unauflöslichkeit der Ehe einen neuen, tieferen Sinn.
1648 Sich lebenslang an einen Menschen binden, kann schwierig, ja unmöglich erscheinen. Umso wichtiger ist es, die frohe Botschaft zu verkünden, daß Gott uns mit einer endgültigen, unwiderruflichen Liebe liebt, daß die Gatten an dieser Liebe teilhaben, daß diese sie trägt und stützt, und daß sie durch ihre Treue Zeugen der treuen Liebe Gottes sein können. Die Gatten, die mit der Hilfe Gottes in oft sehr schwierigen Verhältnissen dieses Zeugnis geben, verdienen den Dank und den Beistand der kirchlichen Gemeinschaft [Vgl. FC 20].
Die Einheit und Unauflöslichkeit der Ehe
1644 Die Liebe der Gatten erfordert von Natur aus die Einheit und Unauflöslichkeit ihrer personalen Gemeinschaft, die ihr ganzes Leben umfaßt: „sie sind nicht mehr zwei, sondern eins“ (Mt 19,6) [Vgl. Gen 2,24].
Sie sind „berufen, in ihrer Einheit ständig zu wachsen durch die Treue, mit der sie täglich zu ihrem Eheversprechen gegenseitiger Ganzhingabe stehen“ (FC 19). Diese menschliche Gemeinschaft wird durch die im Sakrament der Ehe gegebene Gemeinschaft in Jesus Christus bekräftigt, geläutert und vollendet. Sie vertieft sich durch das gemeinsame Glaubensleben und durch die gemeinsam empfangene Eucharistie.
1645 „Wenn wirklich durch die gegenseitige und bedingungslose Liebe die gleiche personale Würde sowohl der Frau wie des Mannes anerkannt wird, wird auch die vom Herrn bestätigte Einheit der Ehe deutlich“ (GS 49,2). Die Polygamie widerspricht dieser gleichen Würde der Gatten und der ehelichen Liebe, die einzig und ausschließlich ist [Vgl. FC 19] (Vgl. dazu auch 369).
Die Treue in der ehelichen Liebe
(Vgl. dazu auch 2364 – 2365)
1646 Die eheliche Liebe verlangt von Natur aus von den Gatten unverletzliche Treue. Das ergibt sich aus der gegenseitigen Hingabe, in der die beiden Gatten sich einander schenken. Liebe will endgültig sein. Sie kann nicht bloß „bis auf weiteres“ gelten. „Diese innige Vereinigung als gegenseitiges Sichschenken zweier Personen wie auch das Wohl der Kinder verlangen die unbedingte Treue der Gatten und fordern ihre unauflösliche Einheit“ (GS 48,1).
1647 Der tiefste Grund liegt in der Treue Gottes zu seinem Bund und in der Treue Christi zu seiner Kirche. Durch das Sakrament der Ehe werden die Gatten fähig, diese Treue zu leben und sie zu bezeugen. Durch das Sakrament erhält die Unauflöslichkeit der Ehe einen neuen, tieferen Sinn.
1648 Sich lebenslang an einen Menschen binden, kann schwierig, ja unmöglich erscheinen. Umso wichtiger ist es, die frohe Botschaft zu verkünden, daß Gott uns mit einer endgültigen, unwiderruflichen Liebe liebt, daß die Gatten an dieser Liebe teilhaben, daß diese sie trägt und stützt, und daß sie durch ihre Treue Zeugen der treuen Liebe Gottes sein können. Die Gatten, die mit der Hilfe Gottes in oft sehr schwierigen Verhältnissen dieses Zeugnis geben, verdienen den Dank und den Beistand der kirchlichen Gemeinschaft [Vgl. FC 20].
Dienstag, 15. Februar 2005 14:02
Mario: casti conubii
vielen dank für das wiederholen der partien von casti cunubii – das zeigt, wie überholt heute so manches päpstliches rundschreiben aus vergangener zeit zu aktuellen fragen ist. vieles lässt einen eher schmunzeln
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