Bistum stellt Strafanzeige gegen Haßbuch
Indizieren des Buches ist das eine. Aber warum redet niemand davon, die Haßautoren, Michael Schmidt-Salomon (40) und Helge Nyncke (51) zur Rechenschaft zu ziehen?
(kreuz.net, Berlin) Deutsche Vertreter der drei großen Weltreligionen wehren sich gegen das angebliche
Kinderbuch „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel“.
Die Berliner ‘Tageszeitung’ veröffentlichte dazu am 1. Februar verschiedene Stellungnahmen.
Das deutsche Familienministerium hat die Indizierung des Buchs beantragt, weil es die drei Weltreligionren lächerlich mache. Über den Antrag wird am 6. März entschieden.
Das Ministerium bezieht sich vorwiegend auf die Darstellung des Rabbiners und beschwört einen Antisemitismusverdacht, obwohl die Schmähungen gegen Moslems und Kirche nicht harmloser sind.
Das hat sogar der Generalsekretär des umstrittenen ‘Zentralrats der Juden’ eingesehen. Das Buch verleumde „gleichermaßen“ alle drei großen monotheistischen Religionen.
Der Generalsekretär findet das Buch trotzdem perfide und gefährlich. Kinder seien der Antireligionshetze hilflos ausgesetzt.
Der Landesrabbiner von Schleswig-Holstein, Walther Rothschild, wertet das Werk als „Haßbuch“. Indizieren würde er es nicht: „Man kann heute ohnehin alles im Internet downloaden.“
Rothschild möchte aber, daß Bibliothekare, Lehrer und Eltern vor dem Buch gewarnt werden.
Eine Vertreterin des ‘Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung’ sieht in dem dargestellten Rabbiner das Klischee eines rachsüchtigen Juden verwirklicht.
Bereits im Dezember hat die Diözese Rottenburg-Stuttgart gegen das antikatholische Buch Strafanzeige gestellt.
Das Bistum kritisierte, daß das Buch bei Kindern „schlimme antisemitische Ressentiments“ begründen könne.
Das Haßbuch beschimpft Katholiken als Menschenfresser.
Die Kulturbeauftragte der evangelischen Gemeinschaft warnt vor „Stürmer“-ähnlichen Karikaturen.
Auch Pädagogikprofessoren verschiedener Universitäten empfehlen vor der ‘Tageszeitung’, die Indizierung des Buches:
„Der Antrag hat eine Berechtigung“ – erklärte Professor Micha Brumlik (60) von der Universität Frankfurt.
Die Berliner ‘Tageszeitung’ veröffentlichte dazu am 1. Februar verschiedene Stellungnahmen.
Das deutsche Familienministerium hat die Indizierung des Buchs beantragt, weil es die drei Weltreligionren lächerlich mache. Über den Antrag wird am 6. März entschieden.
Das Ministerium bezieht sich vorwiegend auf die Darstellung des Rabbiners und beschwört einen Antisemitismusverdacht, obwohl die Schmähungen gegen Moslems und Kirche nicht harmloser sind.
Das hat sogar der Generalsekretär des umstrittenen ‘Zentralrats der Juden’ eingesehen. Das Buch verleumde „gleichermaßen“ alle drei großen monotheistischen Religionen.
Der Generalsekretär findet das Buch trotzdem perfide und gefährlich. Kinder seien der Antireligionshetze hilflos ausgesetzt.
Der Landesrabbiner von Schleswig-Holstein, Walther Rothschild, wertet das Werk als „Haßbuch“. Indizieren würde er es nicht: „Man kann heute ohnehin alles im Internet downloaden.“
Rothschild möchte aber, daß Bibliothekare, Lehrer und Eltern vor dem Buch gewarnt werden.
Eine Vertreterin des ‘Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung’ sieht in dem dargestellten Rabbiner das Klischee eines rachsüchtigen Juden verwirklicht.
Bereits im Dezember hat die Diözese Rottenburg-Stuttgart gegen das antikatholische Buch Strafanzeige gestellt.
Das Bistum kritisierte, daß das Buch bei Kindern „schlimme antisemitische Ressentiments“ begründen könne.
Das Haßbuch beschimpft Katholiken als Menschenfresser.
Die Kulturbeauftragte der evangelischen Gemeinschaft warnt vor „Stürmer“-ähnlichen Karikaturen.
Auch Pädagogikprofessoren verschiedener Universitäten empfehlen vor der ‘Tageszeitung’, die Indizierung des Buches:
„Der Antrag hat eine Berechtigung“ – erklärte Professor Micha Brumlik (60) von der Universität Frankfurt.
Sämtliche Artikel weiterlesenWeiterlesen:
Samstag, 16. Februar 2008 17:07
Arkanum/kreuts.net: Verfahren eingestellt
Die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg sieht das Buch zwar als „perfides Machwerk“, aber auch als nicht
strafbar an.
Die Anzeige der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist damit abgewiesen.
Die Anzeige der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist damit abgewiesen.
Montag, 11. Februar 2008 19:21
ExBochumer: Ob die Haßprediger des Ferkelbuches …
Angst vor einer Indizierung ihres Machwerkes haben?
Soeben im Erz-Atheistenforum gefunden:
„Ferkelbuch in englischer Sprache
Die Autoren und der Verlag haben sich dazu entschlossen, das Buch in englischer Sprache im Internet zu veröffentlichen, damit auch außerhalb des deutschsprachigen Bereiches auf einer sachlichen Grundlage über das Buch diskutiert werden kann.“
Soeben im Erz-Atheistenforum gefunden:
„Ferkelbuch in englischer Sprache
Die Autoren und der Verlag haben sich dazu entschlossen, das Buch in englischer Sprache im Internet zu veröffentlichen, damit auch außerhalb des deutschsprachigen Bereiches auf einer sachlichen Grundlage über das Buch diskutiert werden kann.“
Montag, 11. Februar 2008 01:03
Benedikt: @ Kurt K.
Im Prinzip gilt aber: JEDER darf Abitur machen.
Es kann aber nicht jeder und das hängt mit den vorgeschriebenen Lehrplänen zusammen. Obwohl sie nichts dafür können, wird also einem Teil der Gesellschaft eine Karriere auf einem höheren Posten verwehrt. Dennoch känme niemand auf die Idee, dies als Diskriminierung iSd Art 3 zu bezeichnen. Das hängt mit dem staatlichen Verständnis der Gleichstellung zusammen.
Das Verständnis der Kirche ist, dass die Nachfolge aller auch die Gleichstellung aller bedeutet. Es ist anders als das staatliche Verständnis, aber nicht minder legitim und schon gar nicht falsch.
Es kann aber nicht jeder und das hängt mit den vorgeschriebenen Lehrplänen zusammen. Obwohl sie nichts dafür können, wird also einem Teil der Gesellschaft eine Karriere auf einem höheren Posten verwehrt. Dennoch känme niemand auf die Idee, dies als Diskriminierung iSd Art 3 zu bezeichnen. Das hängt mit dem staatlichen Verständnis der Gleichstellung zusammen.
Das Verständnis der Kirche ist, dass die Nachfolge aller auch die Gleichstellung aller bedeutet. Es ist anders als das staatliche Verständnis, aber nicht minder legitim und schon gar nicht falsch.
Sonntag, 10. Februar 2008 01:29
Kurt K.: @ Genoveva
Wenn Sie tatsächlich Schwierigkeiten haben, den Begriff der gleichen Würde von Mann und Frau im christlichen
Menschenbild zu identifizieren, dann vergleichen sie es einfach einmal mit anderen Religionen und den
von ihnen geprägten Kulturkreisen …
Das ist nicht zielführend, da die Freiheiten, die wir heute haben, nicht etwa durch die Kirche, sondern gegen sie erstritten wurden.
Aber bitte: Sie wollen wahrscheinlich auf den Islam hinaus. Tja… ich bestreite gar nicht, dass es noch schlimmeres gibt als „unsere“ Religion. Aber nur weil das Christentum das kleinere Übel ist, ists noch lange nicht „Gut“.
Also nochmals meine Bitte an Sie: Füllen Sie doch mal den Begriff der Würde mit etwas realem, anfassbaren, mit der Tat sozusagen, anstelle des Geschwurbels.
Wie also zeigt sich diese „gleiche Würde“ im Leben?
Real wurde (und wird) die Frau von der Kirche immer als ein minderwertiges Wesen angesehen. Ich weiss, ich weiss: Die Hexenprozesse gehen Ihnen allen auf die Nerven, aber leider lässt sich daran gut zeigen, wie „gleich“ Mann und Frau vom Klerus behandelt wurden: Die paar Männer, die als Hexenmeister verbrannt wurden, lassen sich an einer Hand abzählen. Demgegenüber stehen tausende von Frauen, die als Hexen ermordet wurden. An manch einem Fürstenhof lebten sogar ganz offiziell Magier, unbeanstandet von der Kirche. Alles Männer. Ist doch seltsam, oder?
Diese „gleiche Würde“ – bisher hab ich noch nie irgendwas reales davon gesehen oder gehört.
Das ist nicht zielführend, da die Freiheiten, die wir heute haben, nicht etwa durch die Kirche, sondern gegen sie erstritten wurden.
Aber bitte: Sie wollen wahrscheinlich auf den Islam hinaus. Tja… ich bestreite gar nicht, dass es noch schlimmeres gibt als „unsere“ Religion. Aber nur weil das Christentum das kleinere Übel ist, ists noch lange nicht „Gut“.
Also nochmals meine Bitte an Sie: Füllen Sie doch mal den Begriff der Würde mit etwas realem, anfassbaren, mit der Tat sozusagen, anstelle des Geschwurbels.
Wie also zeigt sich diese „gleiche Würde“ im Leben?
Real wurde (und wird) die Frau von der Kirche immer als ein minderwertiges Wesen angesehen. Ich weiss, ich weiss: Die Hexenprozesse gehen Ihnen allen auf die Nerven, aber leider lässt sich daran gut zeigen, wie „gleich“ Mann und Frau vom Klerus behandelt wurden: Die paar Männer, die als Hexenmeister verbrannt wurden, lassen sich an einer Hand abzählen. Demgegenüber stehen tausende von Frauen, die als Hexen ermordet wurden. An manch einem Fürstenhof lebten sogar ganz offiziell Magier, unbeanstandet von der Kirche. Alles Männer. Ist doch seltsam, oder?
Diese „gleiche Würde“ – bisher hab ich noch nie irgendwas reales davon gesehen oder gehört.
Samstag, 9. Februar 2008 23:45
Brahmachari †: 09.02.08
Bayern, 23:35
Irans junge Wilde – Zwischen Religion und Rebellion
D, 2005, 80 Min.
Irans junge Wilde – Zwischen Religion und Rebellion
D, 2005, 80 Min.
Samstag, 9. Februar 2008 23:44
Genoveva: @Kurt: Menschenwürde
Wenn Sie tatsächlich Schwierigkeiten haben, den Begriff der gleichen Würde von Mann und Frau im christlichen
Menschenbild zu identifizieren, dann vergleichen sie es einfach einmal mit anderen Religionen und den
von ihnen geprägten Kulturkreisen …
Die Nichtzulassung von Frauen zum Priestertum begründet sich theologisch in keiner Weise aus einem weiblichen „Defizit“ heraus (daher ist auch Benedikts Bild vom Hauptschüler und vom Abiturienten nicht ganz glücklich), sondern ausschließlich von der von mir bereits angeführten historischen Tatsache her.
Frauen können prinzipiell geweiht werden – es fehlt Ihnen dazu keine natürliche oder übernatürliche Eigenschaft oder Fähigkeit. Sie können es faktisch nicht, weil die Kirche sich an das Vorbild Jesu gebunden weiß.
Die Nichtzulassung von Frauen zum Priestertum begründet sich theologisch in keiner Weise aus einem weiblichen „Defizit“ heraus (daher ist auch Benedikts Bild vom Hauptschüler und vom Abiturienten nicht ganz glücklich), sondern ausschließlich von der von mir bereits angeführten historischen Tatsache her.
Frauen können prinzipiell geweiht werden – es fehlt Ihnen dazu keine natürliche oder übernatürliche Eigenschaft oder Fähigkeit. Sie können es faktisch nicht, weil die Kirche sich an das Vorbild Jesu gebunden weiß.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.







