Nach Jahren wieder einmal in den Mund genommen
Wurden wichtige Wahrheiten der katholischen Glaubenslehre aus einer politisch verstandenen Rücksicht auf die „getrennten Brüder“ verdunkelt?
(kreuz.net, Vatikan) Ende Juli veröffentlichte die vatikanische Tageszeitung ‘L’Osservatore Romano’ einen
Artikel mit dem Titel „Verliebt sein in die Muttergottes“.
Autor des Texts ist der italienische Redemptoristenpater Giovanni Velocci.
Der Artikel behandelt das Buch ‘Die Herrlichkeiten Mariens’ (1750). Das Werk stammt aus der Feder des italienischen Bischofs und Kirchenlehrers sowie Gründers des Redemptoristenordens, Alphons von Liguori († 1787).
Pater Velocci erklärt, daß der Heilige Alphons seine Mariologie auf zwei besondere Privilegien der Gottesmutter gestützt hat:
• ihre göttliche Mutterschaft und
• ihre universale Mittlerschaft aller Gnaden.
„Maria war dadurch die erwählte Muttergottes, daß sie Coredemptrix [Miterlöserin] und Mediatrix [Mittlerin aller Gnaden] war“ – faßt der Pater die Mariologie seines Ordensgründers zusammen.
Die Sendung der Muttergottes sei mit jener Christi verbunden gewesen:
„Gemäß ihres Privilegs als Muttergottes kooperierte Maria mit Jesus in der Erlösung der Menschheit, wurde Miterlöserin und führt jetzt im Himmel die Mission der Mittlerin aus.“
Der Titel der Miterlöserin
Der von Pater Velocci benützte Titel der Miterlöserin – Coredemptrix – kristallisierte sich während einer langen theologischen Entwicklung seit der Zeit der Apostel heraus.
Zum ersten Mal scheint er um das 15. Jahrhundert in einem Salzburger Hymnus auf.
Zuvor wurde die Muttergottes schon als Redemptrix, Mediatrix, Reparatrix und Salvatrix angerufen.
Der spanische Jesuit und führende Theologe am Konzil von Trient (1545-1563), Pater Alfonso Salmerón († 1585), verteidigte die Rechtmäßigkeit des Titels „Miterlöserin“ mehrmals.
Das 18. Jahrhundert gilt als die Blütezeit des Titels. Er wird in über 300 theologischen Werken dargelegt.
Der Titel Miterlöserin findet sich auch in Dokumenten des kirchlichen Lehramtes. Beispielsweise gebrauchte ihn die Ritenkongregation im Jahr 1908.
Die Päpste Pius XI. († 1939), Paul VI. († 1978) und Johannes Paul II. († 2005) verwendeten den Titel bei verschiedenen Ansprachen.
Dagegen vermied ihn Pius XII. († 1958), um die Resultate der theologischen Diskussion abzuwarten.
Bei angeblichen Marienerscheinungen in Amsterdam im Jahr 1951 wünschte die „Frau aller Völker“ vor der Seherin Ida Peerdemann die Miterlöserin als drittes Mariendogma nach der Dogmatisierung der Unbefleckten Empfängnis und der Himmelfahrt Mariens.
Das Zweite Vatikanum vermied eine Dogmatisierung des Titels aus Rücksicht auf die „getrennten Brüder“.
In den letzten zwanzig Jahren bildete sich eine Bewegung heraus, welche die Dogmatisierung des Titels zum Ziel hat. Ihr schlossen sich mehr als 500 Bischöfe und Kardinäle sowie mehrere Millionen Gläubige an.
Unter ihnen befand sich auch der kürzlich verstorbene, emeritierte Erzbischof von Paris, Jean-Marie Kardinal Lustiger.
Autor des Texts ist der italienische Redemptoristenpater Giovanni Velocci.
Der Artikel behandelt das Buch ‘Die Herrlichkeiten Mariens’ (1750). Das Werk stammt aus der Feder des italienischen Bischofs und Kirchenlehrers sowie Gründers des Redemptoristenordens, Alphons von Liguori († 1787).
Pater Velocci erklärt, daß der Heilige Alphons seine Mariologie auf zwei besondere Privilegien der Gottesmutter gestützt hat:
• ihre göttliche Mutterschaft und
• ihre universale Mittlerschaft aller Gnaden.
„Maria war dadurch die erwählte Muttergottes, daß sie Coredemptrix [Miterlöserin] und Mediatrix [Mittlerin aller Gnaden] war“ – faßt der Pater die Mariologie seines Ordensgründers zusammen.
Die Sendung der Muttergottes sei mit jener Christi verbunden gewesen:
„Gemäß ihres Privilegs als Muttergottes kooperierte Maria mit Jesus in der Erlösung der Menschheit, wurde Miterlöserin und führt jetzt im Himmel die Mission der Mittlerin aus.“
Der Titel der Miterlöserin
Der von Pater Velocci benützte Titel der Miterlöserin – Coredemptrix – kristallisierte sich während einer langen theologischen Entwicklung seit der Zeit der Apostel heraus.
Zum ersten Mal scheint er um das 15. Jahrhundert in einem Salzburger Hymnus auf.
Zuvor wurde die Muttergottes schon als Redemptrix, Mediatrix, Reparatrix und Salvatrix angerufen.
Der spanische Jesuit und führende Theologe am Konzil von Trient (1545-1563), Pater Alfonso Salmerón († 1585), verteidigte die Rechtmäßigkeit des Titels „Miterlöserin“ mehrmals.
Das 18. Jahrhundert gilt als die Blütezeit des Titels. Er wird in über 300 theologischen Werken dargelegt.
Der Titel Miterlöserin findet sich auch in Dokumenten des kirchlichen Lehramtes. Beispielsweise gebrauchte ihn die Ritenkongregation im Jahr 1908.
Die Päpste Pius XI. († 1939), Paul VI. († 1978) und Johannes Paul II. († 2005) verwendeten den Titel bei verschiedenen Ansprachen.
Dagegen vermied ihn Pius XII. († 1958), um die Resultate der theologischen Diskussion abzuwarten.
Bei angeblichen Marienerscheinungen in Amsterdam im Jahr 1951 wünschte die „Frau aller Völker“ vor der Seherin Ida Peerdemann die Miterlöserin als drittes Mariendogma nach der Dogmatisierung der Unbefleckten Empfängnis und der Himmelfahrt Mariens.
Das Zweite Vatikanum vermied eine Dogmatisierung des Titels aus Rücksicht auf die „getrennten Brüder“.
In den letzten zwanzig Jahren bildete sich eine Bewegung heraus, welche die Dogmatisierung des Titels zum Ziel hat. Ihr schlossen sich mehr als 500 Bischöfe und Kardinäle sowie mehrere Millionen Gläubige an.
Unter ihnen befand sich auch der kürzlich verstorbene, emeritierte Erzbischof von Paris, Jean-Marie Kardinal Lustiger.
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Samstag, 18. August 2007 17:48
aurelia: Man muß wissen wann man den Dialog abbrechen muß um mit dem Widerstand zu beginnen“
Ein sehr gutes Zitat, das muß ja mal lobend erwähnt werden.
Donnerstag, 16. August 2007 18:09
Credo: @ Benedikt
Werter Benedikt, ich habe unten den Buchhinweis „Handbuch der Dogmengeschichte-Mariologie…“ gegeben.
Auf Seite 238 ff des Buches können Sie die Antwort finden.
Es kamen zur Vorbereitung eines eigenen Marienschemas Eingaben von Bischöfen die dies wünschten.
Nach der zweiten Konzilspause (wo das Schema erneut umgearbeitet wurde) wurde sowohl „Mittlerin“ als auch „Miterlöserin“ nicht berücksichtigt.
„Die Rücksicht auf die anderen christlichen Konfessionen, deren Vertreter die Einzeldokumente vielfach vorher zur Begutachtung erhielten, machte sich deutlich bemerkbar.“ A.a.O. 239.
Es kamen zur Vorbereitung eines eigenen Marienschemas Eingaben von Bischöfen die dies wünschten.
Nach der zweiten Konzilspause (wo das Schema erneut umgearbeitet wurde) wurde sowohl „Mittlerin“ als auch „Miterlöserin“ nicht berücksichtigt.
„Die Rücksicht auf die anderen christlichen Konfessionen, deren Vertreter die Einzeldokumente vielfach vorher zur Begutachtung erhielten, machte sich deutlich bemerkbar.“ A.a.O. 239.
Donnerstag, 16. August 2007 13:05
Florian Geyer: Anmerkung
„Man muß wissen wann man den Dialog abbrechen muß um mit dem Widerstand zu beginnen“
war das Zitat des damaligen Professors Ratzinger in Tübingen als ihm der aufgehetzte Studentenmob „Sadomasochismus“ nachgerufen hat als er erklärte dass Chritus für uns gestorben ist.
Weiters erkleutert er treffend dass der Dialog stets zur Lüge wird wenn er mit dem Terror geführt wird.
Um des lieben Friedens willen ist schon vielMißglück und Irrtum passiert. Christus gab bekannt dass sich die Geister scheiden werden und an ihn stossen. Vater gegen Sohn, Bruder gegen Schwester etc etc…
war das Zitat des damaligen Professors Ratzinger in Tübingen als ihm der aufgehetzte Studentenmob „Sadomasochismus“ nachgerufen hat als er erklärte dass Chritus für uns gestorben ist.
Weiters erkleutert er treffend dass der Dialog stets zur Lüge wird wenn er mit dem Terror geführt wird.
Um des lieben Friedens willen ist schon vielMißglück und Irrtum passiert. Christus gab bekannt dass sich die Geister scheiden werden und an ihn stossen. Vater gegen Sohn, Bruder gegen Schwester etc etc…
Donnerstag, 16. August 2007 12:54
Benedikt: Frage
Das Zweite Vatikanum vermied eine Dogmatisierung des Titels aus Rücksicht auf die „getrennten Brüder“.
Wurde das überhaupt diskutiert? Noch nie gehört.
Wurde das überhaupt diskutiert? Noch nie gehört.
Donnerstag, 16. August 2007 12:24
Florian Geyer: Dogmen
sind unter anderem ein wichtiger Selbstschutz vor Irlehrern denen es oft gar nicht um Wahrheit geht sondern
um Profilierung im theologischen Wissenschftsbetrieb. Man stelle sich mal die Horrorvision vor Typen wie
ein Herr „Leblhuber“ vertreuen ihre „Christologie“ ohne Hindernisse unter junge Menschen. (was hete leider
oft passiert ohne Widerstand)
Wie sagte BXVI: „Man muß wissen wann man den Dialog abbrechen muß um mit dem Widerstand zu beginnen“
Wie sagte BXVI: „Man muß wissen wann man den Dialog abbrechen muß um mit dem Widerstand zu beginnen“
Donnerstag, 16. August 2007 12:11
Rudolfus: Dogmen als Antworten auf die Infragestellung oder Leugnung einer apostolischen Lehre durch Irrlehrer
Hartnäckig vorhandene Irrlehren in der Kirche kann man nur durch die feierliche Dogmatisierung einer
apostolischen Lehre begegnen.
Auf abgespaltene und irrlehrende Ex-Kirchenteile – die keine Kirchenteile mehr sind – kann und darf die Römische Kirche nicht Rücksicht nehmen.
Die meisten Irrlehren, die derzeit durch viele herrschende Theologen gelehrt werden,
sind allerdings bereits in Form von Dogmen verurteilt worden,
sodaß diese Theologen automatisch aus der Kirche ausgeschlossen sind,
auch wenn sie die Kirchenämter weiterhin besetzt halten:
Der Großteil der deutschen, französischen und US-amerikanischen Bischöfe und Theologen sind Irrlehrer und damit aus der Kirche ausgeschlossen.
Wo irrlehrende Bischöfe regieren, muß aber auch ein rechtgläubiger Bischof auftreten:
Dieser rechtgläubige Bischof war Erzbischof Marcel Lefebvre, der es mit aus der Kirche ausgeschlossenen Bischöfen zu tun hatte.
Ein Papst, der hier nichts unternimmt, und sogar selbst Irrlehrer ernennt (wie die Päpste Paul VI. und Johannes Paul II.),
muß es auch hinnehmen, daß der vorhandene rechtgläubige Bischof rechtgläubige Weihbischöfe weiht,
und daß ein Notstand gegeben ist.
Kein Papst kann diesen rechtgläubig katholischen Bischof, der aus einem Bischofsnotstand heraus gehandelt hat,
und rechtgläubige Bischöfe weiht, aus der Kirche gültig ausschließen (das göttliche Notstandsrecht der Kirche steht über jeder Papstwillkür).
Auf abgespaltene und irrlehrende Ex-Kirchenteile – die keine Kirchenteile mehr sind – kann und darf die Römische Kirche nicht Rücksicht nehmen.
Die meisten Irrlehren, die derzeit durch viele herrschende Theologen gelehrt werden,
sind allerdings bereits in Form von Dogmen verurteilt worden,
sodaß diese Theologen automatisch aus der Kirche ausgeschlossen sind,
auch wenn sie die Kirchenämter weiterhin besetzt halten:
Der Großteil der deutschen, französischen und US-amerikanischen Bischöfe und Theologen sind Irrlehrer und damit aus der Kirche ausgeschlossen.
Wo irrlehrende Bischöfe regieren, muß aber auch ein rechtgläubiger Bischof auftreten:
Dieser rechtgläubige Bischof war Erzbischof Marcel Lefebvre, der es mit aus der Kirche ausgeschlossenen Bischöfen zu tun hatte.
Ein Papst, der hier nichts unternimmt, und sogar selbst Irrlehrer ernennt (wie die Päpste Paul VI. und Johannes Paul II.),
muß es auch hinnehmen, daß der vorhandene rechtgläubige Bischof rechtgläubige Weihbischöfe weiht,
und daß ein Notstand gegeben ist.
Kein Papst kann diesen rechtgläubig katholischen Bischof, der aus einem Bischofsnotstand heraus gehandelt hat,
und rechtgläubige Bischöfe weiht, aus der Kirche gültig ausschließen (das göttliche Notstandsrecht der Kirche steht über jeder Papstwillkür).
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