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Donnerstag, 10. Mai 2007 11:49
Der Monsignore ist auch „a fescher Mo“
Am 19. Mai geht die Fürstin mit der von ihr gegründeten Marianischen Frauencongregation auf Wallfahrt. Interview.
Fürstin Gloria von Thurn und Taxis
Fürstin Gloria von Thurn und Taxis
(kreuz.net) Kürzlich sprach die Regensburger Fürstin Gloria von Thurn und Taxis mit der Journalistin Angelika Lukesch.

Ihre Durchlaucht, was bedeutet Ihnen die Wallfahrt nach Maria Vesperbild?

Wallfahrten macht Spaß. Es ist wie eine Klassenfahrt. Raus aus dem täglichen Trott, weg von Daheim, mit Gleichgesinnten oder allein.

Man kann auch zu seiner Dorfkirche wallfahrten. Jeder Schritt ist ein kleines Gebet. Mit dem Auto, auf dem Pferderücken oder dem Fahrrad, das spielt keine Rolle.

Was ist beim Wallfahren wichtig?

Wichtig ist die innere Ausrichtung. Auf einer Wallfahrt geht man dem Herrn entgegen. Wallfahrten ist sinnliches Erleben des Glaubens. Auch wenn jemand Schwierigkeiten beim Beten hat, kann er sich beim Wallfahrten von dem Gebet der anderen mittragen lassen.

Welche Werte vermittelt eine Wallfahrt?

Wallfahren vermittelt eine spürbare Begegnung mit Gebet und Kirche. Die Reise, der Weg an sich, mit Gesang, Gebeten aber auch der fröhlichen Unterhaltung, all das ist ein einigartiges Erlebnis. Die Berührung mit den Devotionalien, das Sehen der schönen Wallfahrtskirche, das Hören der Predigt, der Geruch des Weihrauchs, die Heilige Messe, all das spricht alle unsere Sinne an.

Marianische FrauencongregationMarianische FrauencongregationKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 8 Bildern zu starten.

Warum ist der Prediger Mons. Wilhelm Imkamp ein besonderes Ereignis der Wallfahrt?

Mons. Imkamp ist einer der charismatischen Mitglieder des Klerus, nicht nur weil er „a fescher Mo is“ – was für uns Frauen immer sehr schön ist –, sondern weil er viel Humor besitzt und zugleich so klar und schonungslos predigt. Jährlich kommen deswegen Zehntausende Pilger nach Maria Vesperbild.

Bayrische Volksfrömmigkeit?

Ich kenne keinen Ort, wo Volksfrömmigkeit in dieser Art und Weise in ihrer ganzen Pracht gelebt und gewürdigt wird. Am 1. Mai durften die Pilger sich zum Beispiel gesegnetes Goldwasser holen. Frisch aus dem Marienbrunnen, mit Goldpartikeln versetztes Wasser in einer wunderschönen Zeremonie geweiht.

Das ist etwas für Herz, Sinn und Verstand.

Ist die Wallfahrt auch eine Erholung vom Alltagsstreß?

Eine Wallfahrt ist immer erholsam und gut für den Körper und für den Geist. Ja, für mich ist es die gesündeste Art, mich zu finden.

Kürzlich sind Sie wegen privater Tischgespräche in Rom ins Rampenlicht geraten. Gehen Sie darüber hinweg oder setzen Sie sich zur Wehr?

Sie werden lachen, ich mache beides. Einerseits kann ich Ärger schnell vergessen. Aber andererseits setze ich mich auch zur Wehr. Denn so wie ich wörtlich zitiert wurde ist dies weder fair noch rechtlich erlaubt. Da entsteht ein falscher Eindruck. Das ist höchst unfair.

Wo beginnt für Sie der Persönlichkeitsschutz, wo der öffentliche Informationsanspruch?

Schwieriges Thema. Natürlich muß man sich als Prominenter darüber klar sein, daß die Medien sich manchmal auch für Dinge interessieren, die einem selber oft ganz banal vorkommen.

Aber in einem privaten Kreis von Freunden habe ich mich nicht als Prominente gesehen, die beobachtet wird, sondern als Pilgerin und Freundin. Wir waren ja ganz allein im Restaurant.

Am Tischende saßen zwar ein paar mir nicht persönlich bekannte Leute, die für mich Freunde meiner Freunde waren. Und Freunde meiner Freunde sind für mich Eingeladene und nicht Fremde.

Wie können Wahrheit und Diskretion journalistisch verbunden werden?

Das ist eigentlich eine Frage an einen Philosophen. Aber um Wahrheitsfindung ging es dem Journalisten sicher nicht, sondern um eine vermeintliche Sensation.

Wahrheitsliebe hat aber nichts mit Sensationsjournalismus zu tun. So wie ich zitiert wurde, ist es weder fair noch rechtlich erlaubt. Die mir zugesprochenen Zitate entsprechen nicht dem Gesprächsverlauf.

Wie können christliche Werte im modernen Journalismus umgesetzt werde?

Ich glaube, daß in allen Bereichen des Lebens Fairneß das wichtigste ist. Wie man in den Wald schreit, so hallt es heraus.

Ist es ein Widerspruch, wenn ein Journalist ethisch richtig handeln und zugleich erfolgreich sein will?

Nöö, wieso? Erfolgreich kann man sehr wohl sein, ohne dabei anderen auf die Füße zu treten. Es ist eine Mär zu glauben, daß nur Erfolg hat, wer rücksichtslos seine eigenen Belange verfolgt.

Was schlagen Sie konkret vor?

Das Leben kann unerwartete Wendungen nehmen. Die beste Investition ins Leben ist, mit anderen Menschen so umzugehen, wie man selber gern behandelt wird.

Sonst sitzt man irgendwann alleine da, weil niemand mehr Vertrauen in einen hat.

Wollen Sie noch etwas zu Ihren Äußerungen zur Inquisition sagen?

Ich habe mich auf das Buch von H.C. Zander bezogen „Kurzfassung der Inquisition“. Ein tolles Buch, frech und witzig, geschrieben von einem ehemaligen Dominikanermönch.

Die Dominikaner waren ja für die Inquisition zuständig. Die Inquisition ist immer noch sehr negativ belegt, und es wird viel Unsinn über sie verbreitet.

Natürlich ist in diesem Zusammenhang auch viel Unrecht geschehen. Aber insgesamt kann man sagen, daß die Inquisition ein Rechtsfortschritt war, weil die Beschuldigten vor ein ordentliches Gericht kamen, sich verteidigen konnten und nicht mehr wie vorher geschehen einfach auf Verdacht verurteilt werden durften.

Die Inquisition hat sich mit allen Bewegungen befaßt, die für die damalige Rechtsordnung bedrohlich erschienen. Man muß immer versuchen, sich in die Zeit hinein zu versetzen, wenn man historische Gegebenheiten einigermaßen neutral beurteilen will.

Ihre Durchlaucht, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.

© Bilder: Angelika Lukesch
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 56 Lesermeinungen:
Dienstag, 15. Mai 2007 11:44
stimme der vernunft: Reichsrosenkranz?
Es gibt anscheinend keine Absonderlichkeit, keinen Unsinn und keinen Schmarrn, den es nicht gibt.
Montag, 14. Mai 2007 23:46
Aliatus: Lieber Gerd Eric,
Jesus geht zu jegwelchem „Gesocks“. Er kam als der von Gott vorbestimmte königliche Mensch. Um atavistische Sichten zu bedienen: In seiner Menscheit schiß auch der Gottsohn.

Jedoch: Unsres Herrn Kacken war selbstverständlich und naturhaft.

Ali.
Sonntag, 13. Mai 2007 07:38
GerdEric: nur mal so eingeworfen…
Jesus ist nicht zu solchem Gesocks gegangen, oder sollte er dann doch auch für Herodes gestorben sein?
Sonntag, 13. Mai 2007 06:20
Aliatus: Leblhuber lieber
Sie wissen, daß sie trächtig sind?
Ich lese hier, schreibe selten.
Ganz von Herzen bin ich tatsächlich ein „Fan“ der Prinzessin.

Weshalb suchen Sie, mich zu beleidigen?

Wir Katholen befinden uns in einer nicht unheldischen Zeit. Das Sakrament kann genügen. Nicht immer genügts dem Gefühl (dem Fickenwollen). Wir alle sind bisweilen attachiert. Man sollte Emotionen nicht einfach ausleben (wie z.B. hier auf kreuz.net), so, als wäre die fetteste Sau auch die leckerste.
Sie urteilen meine Zwischenkommentare als sündig. Wie anders darf ich verstehn, daß, urteilten sie unbarmherzig, ich ihnen verworfen vorkäme?
Beten Sie bitte mit mir den Reichsrosenkranz, der ununterbrochen seit 1803 für das Erzhaus gebetet wird.

Jesus ist König und cool
Samstag, 12. Mai 2007 02:18
Leblhuber: @Aliatus.
Gloria ist ein wunderbarer Mensch! Gerade ihre Extravaganzen in den 80ern, ihre Finanzeskapaden, ihr gelebter Kampf und Heimweg werden sie und ihre Kinder nach dem Ende der Volksherrschaft zur Erhebung in den Reichsfürstenstand prädestinieren.
In ihr geschieht, was Jünger das „späte Einziehen“ von „wirksamer Fürstenmacht“ nennt. Immer freue ich mich, wenn ich von dieser stets stärker werdenden Frau höre.

Sie haben in einem Ihrer letzten Postings von der Plebs gesprochen. Sie sollten sich da nicht ausschließen. Was Sie schreiben, klingt ganz nach fleißigem Lesen der Regenbogenpresse.

Ihre Sehnsucht nach dem Ende der Volksherrschaft wird sich wohl nicht erfüllen. Sie sollten umgehend umdenken.
Achten Sie auf Ihr eigenes Seelenheil! Noch ist es nicht zu spät1

Gloria v. Thurn und Taxis wird einen Anbeter weniger entbehren können.

Ihre sonstigen Postings möchte ich nicht kommentieren.
Ich fühle mich dem Gebot der Nächstzenliebe verpflichtet.
Samstag, 12. Mai 2007 01:12
Czibo Nieznany: stimme der Vernunft
Dank. Da haben Sie aber keine Mühegescheut. Lieber Lachen als Deunzieren, Unterstellen und den ganzen k… Sch…kram anzustellen, um einen völlig deformierten Glauben abzuspielen.
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