kreuzmeldungen
Augenblick des Schreckens + Geburtstagsgeschenk + Keine Reue + Fastenzeitliches Almosen + Volksgerichtshof?

„Nehmen wir das Buch des Propheten Jesaja. Die Exegeten entdeckten, daß das Buch ab dem 40. Kapitel einen anderen Verfasser besitzt: den Deutero-Jesaja –, wie man damals sagte. Für die katholische Theologie war das ein Augenblick großen Schreckens. Manche dachten, daß man auf diese Weise Jesaja zerstöre und am Ende die Vision vom Gottesknecht im 53. Kapitel nicht mehr eine Vision des Jesajas sei, der 800 Jahre vor Christus gelebt hatte. Man fragte sich: »Was sollen wir tun?« Jetzt haben wir verstanden, daß das ganze Buch ein Weg immer neuer Auslegungen ist, in dem man immer mehr in das zu Beginn vorgegebene Geheimnis eintritt.“
Papst Benedikt XVI. am 22. Februar bei einer Begegnung mit dem Klerus von Rom
Geburtstagsgeschenk
Österreich. Der Bischof von Feldkirch, Mons. Elmar Fischer, hat „noch nicht nachgedacht“, ob in seinem Dom in absehbarer Zeit Messen auf lateinisch zelebriert werden: „Das müssen wir erst besprechen.“ Der Bischof sprach mit der Regionalzeitung ‘Vorarlberger Nachrichten’. Zum 80. Geburtstag des Papstes am 16. April könnte es sein, daß der Kanon und die Wandlungsworte in Latein gesprochen werden: „Aber entschieden ist noch nichts.“
Keine Reue
Österreich. Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun will nicht mit dem Wiener Baumeister Richard Lugner nach Mariazell pilgern. Der Weihbischof hat dem Bauunternehmer geschrieben, er werde mit ihm nur dann wallfahrten, wenn er sich vom Abtreibungszentrum in seinem Einkaufszentrum ‘Lugner City’ distanziere. Das erklärte Lugner am Dienstag vor der ‘Österreichischen Presseagentur’. Doch Lugner, der sich selber als „Katholik“ bezeichnet, hält ausdrücklich an dem Kinderschlachthof fest.
Fastenzeitliches Almosen
Deutschland. Der Kölner Pfarrer Franz Meurer (55) sammelte bei seinen Gläubigen 2.000 Euro für den Bau der Kölner Großmoschee. Über die interreligiöse Spende berichtete mittlerweile auch die türkische Tageszeitung ‘Zaman’.
Volksgerichtshof?
Frankreich. Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg hat Polen verurteilt. Er gab einer dreifachen Mutter (36) Recht, die ihr drittes Kind vorgeburtlich schlachten wollte. Die Polin leidet an einer starken Sehschwäche und drohte durch die dritte Schwangerschaft zu erblinden. Polen verbot die Tötung des Kindes trotz dieser Gefahr für die Mutter. Deshalb muß der Staat der Frau nun 25.000 Euro und die Prozeßkosten von 14.000 Euro zahlen. Dem Land fehle eine klare Rechtsgrundlage darüber, wann bei Gefahr für die Gesundheit der Mutter eine Kinderabtreibung erlaubt sei – verurteilte Straßburg.
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Mittwoch, 23. Mai 2007 14:11
Pünktchen: Jassu
Ihre Darstellung enthält Unrichtiges. Daß Jesus von einigen der engsten Jünger verlassen und verleugnet
worden war, gilt – wie schon gesagt – selbst den hyper-kritischen Exegeten als gesichert. Auch die Tatsache,
daß die ersten Auferstehungsberichte von Frauen stammten, stimmt damit überein. Die (männlichen) Jünger
hatten sich aus dem Staube gemacht! Diese Darstellung entspricht im übrigen auch Ihrem alles auf das
Psychologisch-Wahrscheinliche reduzierenden Ansatz. (Frauen galten als „religionsunmündig“: sie konnten
gefahrlos als erste das Grab aufsuchen!)
Ihre Gewichtungen und Interpretationen des NT enthalten grobe Einseitigkeiten. Das Matthäusevangelium z.B. ist von einem Juden verfaßt für Juden, vermutlich im Ursprung sogar in aramäischer Mundart. Das Johannesevangelium ist nach den überzeugenden Untersuchungen von Johannes Hengel von einem Juden verfaßt. Kein anderes Evangelium ist topographisch so genau und zuverlässig , sei es am See von Tiberias, sei es in Jerusalem, wie eben dieses Dokument. Die späte Datierung des Joh.ev. kommt immer mehr ins Wanken!
Halten wir fest: Sie haben keine plausiblen Erklärungen für den Wandel in der Martyriumsbereitschaft der Jünger Jesu, den späteren Aposteln, die fast allesamt – und zwar ebenfalls historisch plausibel – das Martyrium erlitten haben. Die „Erklärung“, daß die Jünger tatsächlich Zeugen des Auferstandenen geworden sind, darf für Sie nicht sein, weil nicht sein darf, was nicht sein „kann“ (in Ihrem atheistischen Weltbild).
Ihre Gewichtungen und Interpretationen des NT enthalten grobe Einseitigkeiten. Das Matthäusevangelium z.B. ist von einem Juden verfaßt für Juden, vermutlich im Ursprung sogar in aramäischer Mundart. Das Johannesevangelium ist nach den überzeugenden Untersuchungen von Johannes Hengel von einem Juden verfaßt. Kein anderes Evangelium ist topographisch so genau und zuverlässig , sei es am See von Tiberias, sei es in Jerusalem, wie eben dieses Dokument. Die späte Datierung des Joh.ev. kommt immer mehr ins Wanken!
Halten wir fest: Sie haben keine plausiblen Erklärungen für den Wandel in der Martyriumsbereitschaft der Jünger Jesu, den späteren Aposteln, die fast allesamt – und zwar ebenfalls historisch plausibel – das Martyrium erlitten haben. Die „Erklärung“, daß die Jünger tatsächlich Zeugen des Auferstandenen geworden sind, darf für Sie nicht sein, weil nicht sein darf, was nicht sein „kann“ (in Ihrem atheistischen Weltbild).
Mittwoch, 23. Mai 2007 13:27
Jassu: Sinneswandel der Apostel
„Ich hatte nur gefragt, wie die Martyriumsbereitschaft bei Menschen zu erklären sei, die vor einem bestimmten
Zeitpunkt das Gegenteil einer solchen Bereitschaft gezeigt hatten.“
Aber diese Frage impliziert ja bereits, dass die Evangelien als historischer Tatsachenbericht zu lesen seien – was von Ihrem Glaubensstandpunkt aus ja durchaus gerechtfertigt sein mag, jedoch nicht automatisch gewährleistet ist.
Die Evangelien wurden in der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts für ein nicht-jüdisches, von Paulus’ Theologie geprägtes Publikum verfasst. Über die historische Gemeinde von Jerusalem, die sich um Jakobus, den Bruder Jesu scharte, liegen nur rudimentäre Informationen vor, die zumeist über die Vermittlung der „Heidenchristen“ festgehalten wurden und (wie im Falle der Apostelgeschichte) das Bild einer monolithischen Glaubensgemeinschaft zeichneten, die es historisch wohl nie so gegeben hat. Später wurde diese Gruppe unter dem Namen „Ebioniten“ sogar zu den Häretikern gezählt, da sie Jesus nicht als Gott verehrten.
Aber diese Frage impliziert ja bereits, dass die Evangelien als historischer Tatsachenbericht zu lesen seien – was von Ihrem Glaubensstandpunkt aus ja durchaus gerechtfertigt sein mag, jedoch nicht automatisch gewährleistet ist.
Die Evangelien wurden in der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts für ein nicht-jüdisches, von Paulus’ Theologie geprägtes Publikum verfasst. Über die historische Gemeinde von Jerusalem, die sich um Jakobus, den Bruder Jesu scharte, liegen nur rudimentäre Informationen vor, die zumeist über die Vermittlung der „Heidenchristen“ festgehalten wurden und (wie im Falle der Apostelgeschichte) das Bild einer monolithischen Glaubensgemeinschaft zeichneten, die es historisch wohl nie so gegeben hat. Später wurde diese Gruppe unter dem Namen „Ebioniten“ sogar zu den Häretikern gezählt, da sie Jesus nicht als Gott verehrten.
Montag, 21. Mai 2007 21:45
Pünktchen: Auferstehung
Martyrium ist kein Anzeichen für den Wahrheitsgehalt einer Ideologie/Religion.
das wurde auch von mir nicht behauptet! Sie simplifizieren und verfälschen ein „Argument“, um es dann ad absurdum führen zu können. Die Absurdität des verformten Argumentes hatten Sie aber vorher hineingefälscht. Ich hatte nur gefragt, wie die Martyriumsbereitschaft bei Menschen zu erklären sei, die vor einem bestimmten Zeitpunkt das Gegenteil einer solchen Bereitschaft gezeigt hatten. Diese Frage können Sie im Blick auf die Apostel offenbar nicht beantworten. Die Antwort hat aber sehr viel mit dem Verständnis der Apostel von Jesus als dem auferstanden „Kyrios“ zu tun! Ob die Auferstehung „historisch“ ist, bleibt Glaubenssache. Wer es nicht glaubt, kann sich aber an die Beantwortung der genannten Frage machen, ohne die Frage zu verfälschen! Also, bitteschön, Jassu!
Daß von vielen Worten auch ein metaphorischer Gebrauch möglich ist, ändert nichts daran, daß die Qualifizierung der Auferstehung Jesu als „Mythos“ den eigentlichen, religionsphänomenologischen Gebrauch des Wortes meint. In diesem Sinne können Christen nur sagen: die Auferstehung werde von ihnen nicht als Mythos gelehrt und verstanden, sondern als historisches Ereignis, als das es von den Zeugen auch bezeugt wurde!
Klassische Mythen im Sinne der altorientalischen Religionen sind der Osiris-Kult, der Mithras-Kult usw. Die Lehren des Manichäismus sind natürlich vom Christentum beeinflußt. Mani selbst wuchs in judenchristl. Umfeld auf.
das wurde auch von mir nicht behauptet! Sie simplifizieren und verfälschen ein „Argument“, um es dann ad absurdum führen zu können. Die Absurdität des verformten Argumentes hatten Sie aber vorher hineingefälscht. Ich hatte nur gefragt, wie die Martyriumsbereitschaft bei Menschen zu erklären sei, die vor einem bestimmten Zeitpunkt das Gegenteil einer solchen Bereitschaft gezeigt hatten. Diese Frage können Sie im Blick auf die Apostel offenbar nicht beantworten. Die Antwort hat aber sehr viel mit dem Verständnis der Apostel von Jesus als dem auferstanden „Kyrios“ zu tun! Ob die Auferstehung „historisch“ ist, bleibt Glaubenssache. Wer es nicht glaubt, kann sich aber an die Beantwortung der genannten Frage machen, ohne die Frage zu verfälschen! Also, bitteschön, Jassu!
Daß von vielen Worten auch ein metaphorischer Gebrauch möglich ist, ändert nichts daran, daß die Qualifizierung der Auferstehung Jesu als „Mythos“ den eigentlichen, religionsphänomenologischen Gebrauch des Wortes meint. In diesem Sinne können Christen nur sagen: die Auferstehung werde von ihnen nicht als Mythos gelehrt und verstanden, sondern als historisches Ereignis, als das es von den Zeugen auch bezeugt wurde!
Klassische Mythen im Sinne der altorientalischen Religionen sind der Osiris-Kult, der Mithras-Kult usw. Die Lehren des Manichäismus sind natürlich vom Christentum beeinflußt. Mani selbst wuchs in judenchristl. Umfeld auf.
Montag, 21. Mai 2007 21:20
Jassu: Der Begriff „Mythos“…
… hat so manchen Bedeutungswandel durchlaufen, und kann durchaus unterschiedlich verwendet werden. Von
Geschichtsmythen wie der „Dolchstoßlegende“ über Gründungsmythen wie dem Bau Roms durch Romulus und
Remus bis hin zu erklärenden Mythen wie dem Turmbau zu Babel. Selbst im Bezug auf selbstinszenierte Marken
wie etwa „Coca Cola“ oder „Disney“ kann der Begriff schon angewendet werden.
Nun aber zurück zum Thema: vergleichen Sie doch einmal die Ereignisse im Frühchristentum mit jenen, die sich einige Jahrhunderte später in den Reihen der Manichäer zutrugen: Mani verstarb in der Kerkerhaft, nachdem er die Gunst des persischen Herrschers eingebüßt hatte. Seine Anhängerschaft, erst verzweifelt, nahm jedoch den Ruf „Mani chai“ („Mani lebt“) auf, was ihnen dann auch ihren Namen einbrachte.
Und wie ich schon sagte: Martyrium ist kein Anzeichen für den Wahrheitsgehalt einer Ideologie/Religion. Sonst hätten wir es mit einer ganz enormen Anzahl (einander ausschließender) Absoluter Wahrheiten zu tun.
Nun aber zurück zum Thema: vergleichen Sie doch einmal die Ereignisse im Frühchristentum mit jenen, die sich einige Jahrhunderte später in den Reihen der Manichäer zutrugen: Mani verstarb in der Kerkerhaft, nachdem er die Gunst des persischen Herrschers eingebüßt hatte. Seine Anhängerschaft, erst verzweifelt, nahm jedoch den Ruf „Mani chai“ („Mani lebt“) auf, was ihnen dann auch ihren Namen einbrachte.
Und wie ich schon sagte: Martyrium ist kein Anzeichen für den Wahrheitsgehalt einer Ideologie/Religion. Sonst hätten wir es mit einer ganz enormen Anzahl (einander ausschließender) Absoluter Wahrheiten zu tun.
Montag, 21. Mai 2007 21:19
GerdEric: @Pünktchen
Die Christianisierung, die mit staatlicher Hilfe erfolgte ist nie (theologisch) von Oben, die ist immer
(theologisch) von Unten…
Sie Möchte-gern-Christ…
Und was alles vorher und vorher war,
jedenfalls versagen Sie im „Andere-Wange“ hinhalten kläglich, also ein christlicher Totalversager.
Sie Möchte-gern-Christ…
Und was alles vorher und vorher war,
jedenfalls versagen Sie im „Andere-Wange“ hinhalten kläglich, also ein christlicher Totalversager.
Montag, 21. Mai 2007 19:35
Pünktchen: Jassu
Ein mythischer Bericht ist wohl um einiges effektiver, wenn er die Identifikationsfiguren als menschlich-zweifelnd
darstellt, …
Es handelt sich aber nicht um einen mythischen Bericht. „Mythen“ spielen in einer unvordenklichen (meist ahistorischen) Vorzeit. Die Evangelien handeln dagegen von einer historischen Person, deren Historizität nicht in Frage steht. Sie berichten Ereignisse, deren Zeugen z.T. noch leben und haben Adressaten, die z.T. selber noch Jesus begegnet waren. Daß Petrus Jesus verleugnete, ist gesicherter Fakt in den Augen selbst der historisch-kritischsten Exegeten. Petrus mußte mit diesem Makel leben, Jesus im entscheidenden Augenblick verleugnet zu haben, ungeachtet seiner petrinischen Stellung in der frühchristlichen Gemeinde. Wie ich sehe, Jassu, fehlt es Ihnen an Erklärungsmodellen dafür, wie aus unbezweifelbaren Leugnern Jesu in kurzer Zeit Martyrer werden konnten! Denn auch das Martyrium der meisten Apostel kann als gesichert gelten! Es mußte also etwas geschehen sein nach dem Tode Jesu, was in den Augen der Jünger die Botschaft des Nazareners und seine Autorität um ein vielfaches besser verbürgt erscheinen ließ als sein irdisches Auftreten zuvor.
Leblhuber. Sie werfen mir ggüber GerdEric vor:
Sie antworten auf Postings, die so nicht geschrieben wurden
Und daß GerdEric zuvor schon der nämliche Vorwurf zu machen war, das übersehen Sie geflissentlich! Intellektuell unredlich sind Sie leider als „Möchtegern-Jude“ auch noch wahrnehmungsgestört!
Es handelt sich aber nicht um einen mythischen Bericht. „Mythen“ spielen in einer unvordenklichen (meist ahistorischen) Vorzeit. Die Evangelien handeln dagegen von einer historischen Person, deren Historizität nicht in Frage steht. Sie berichten Ereignisse, deren Zeugen z.T. noch leben und haben Adressaten, die z.T. selber noch Jesus begegnet waren. Daß Petrus Jesus verleugnete, ist gesicherter Fakt in den Augen selbst der historisch-kritischsten Exegeten. Petrus mußte mit diesem Makel leben, Jesus im entscheidenden Augenblick verleugnet zu haben, ungeachtet seiner petrinischen Stellung in der frühchristlichen Gemeinde. Wie ich sehe, Jassu, fehlt es Ihnen an Erklärungsmodellen dafür, wie aus unbezweifelbaren Leugnern Jesu in kurzer Zeit Martyrer werden konnten! Denn auch das Martyrium der meisten Apostel kann als gesichert gelten! Es mußte also etwas geschehen sein nach dem Tode Jesu, was in den Augen der Jünger die Botschaft des Nazareners und seine Autorität um ein vielfaches besser verbürgt erscheinen ließ als sein irdisches Auftreten zuvor.
Leblhuber. Sie werfen mir ggüber GerdEric vor:
Sie antworten auf Postings, die so nicht geschrieben wurden
Und daß GerdEric zuvor schon der nämliche Vorwurf zu machen war, das übersehen Sie geflissentlich! Intellektuell unredlich sind Sie leider als „Möchtegern-Jude“ auch noch wahrnehmungsgestört!
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