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Mittwoch, 12. Januar 2005 15:43
Religiöser Aufbruch in Österreich
Während der Kirche an der schönen blauen Donau die Felle davon schwimmen, können sich die Söhne und Töchter Mohammeds des Segens Allahs kaum erwehren. Für sie war 2004 kein „annus horribilis“.
Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer SPÖ anläßlich des silbernen Jubiläums der Islamischen Religiösen Führung in Österreich
Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer SPÖ anläßlich des silbernen Jubiläums der Islamischen Religiösen Führung in Österreich
(kreuz.net, Wien) Nach einem kürzlich publizierten Bericht des Nachrichtendienstes „islam-online“ haben die österreichischen Moslems ein glänzendes Jahr hinter sich. Die islamische Gemeinschaft in Österreich, die seit 1912 staatlich anerkannt ist, habe es verstanden, sich reibungslos in der Gesellschaft zu integrieren. Die offizielle Anerkennung des Islam, welcher nach dem Katholizismus die zweite Religion des Landes darstellt, erlaube es den Moslems, ihre Rechte zu verteidigen und gleichzeitig arabische und islamische Anliegen zu verteidigen.

Das Jahr 2004 begann für die Moslems mit der positiven Meldung, daß bereits 4% der österreichischen 8 Millionen Bevölkerung islamisch ist. 1991 waren es erst 2%. Nach Berichten des zitierten Nachrichtendienstes ist der moslemische Bevölkerungsanteil in der westösterreichischen Stadt Freiburg (sic!) mit 8.4% am höchsten. In Wien liege der islamische Bevölkerungsanteil zur Zeit bei 7.8% der Gesamtbevölkerung.

Das Jahr 2004 habe auch sehr positiv geendet, weil der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer gleich zweimal mit der islamischen Gemeinschaft zusammengetroffen ist. Das unterstreiche die positive Behandlung, die den österreichischen Moslems im Vergleich zu anderen europäischen Staaten zuteil werde.

Seit seiner Wahl im vergangenen Jahr habe Bundespräsident Fischer verschiedene positive Zeichen gesetzt. So lud er während des Fastenmonats Ramadan Vertreter der moslemischen Gemeinschaft zu einem Iftar-Banquet in den Präsidentenpalast. Bundespräsident Fischer nahm auch zusammen mit Regierungsvertretern an den Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der „Islamic Religious Authority“ (IRA) in Österreich teil. In seiner Ansprache grüßte der Bundespräsident die österreichischen Muslimen mit dem Ausruf: „Es lebe die moslemische Gemeinschaft in Österreich.“ Kein anderer EU-Politiker habe solche Worte gefunden. Die IRA wurde 1979 gegründet und dient als religiöse und geistliche Vertretung der Moslems in Österreich. Auch der Wiener Bürgermeister, Dr. Michael Häupl, pries die erfolgreiche Integration der Moslems in die österreichische Gesellschaft und meinte, daß die Moslems ein Teil der Sozialfabrik Österreich seien.

Im vergangenen Jahr war die moslemische Gemeinschaft in Österreich nicht nur ein Vorbild für die soziale Integration. Sie unterstützte auch aktiv die arabischen und islamischen Interessen, besonders die Anliegen Palästinas und des Irak. Verschiedene friedliche Manifestationen wurden organisiert, um die Unterstützung dieser zwei besetzten arabischen Nationen auszudrücken.

Die moslemische Gemeinschaft verurteilte auch die Ermordung des geistlichen Führers der Hamas-Bewegung, Scheich Achmed Jassin, durch Israel.
2 Lesermeinungen:
Donnerstag, 13. Januar 2005 10:23
FioreGraz: Zuwanderung oder Übertritte
Ich bezweifle mal stark das die Zunahme mit Übertritten zu erklären ist sondern eher mit Zuwanderung und Geburten bei der moslemischen Bevölkerung.

LG
Fiore
Donnerstag, 13. Januar 2005 01:13
Dolfus: Palästinas Helmut Kohl
Auch Arafat ist nachweislich einigen gezielten „Tötungen“ durch Israels Führer entgangen: es gibt Photos seines niedergebombten Bettes.
Außerdem ist es ein Skandal, daß ein fremder Staat den Präsidenten eines Nachbarstaates unter Hausarrest stellt, wie dies Israel mit Palästinas Arafat praktizierte.
Arafat stellte noch vor einiger Zeit fest, daß jemand offensichtlich versuchte, ihn zu vergiften.
Er war sicher schon über 70, aber der Zeitpunkt seines Todes ist doch seltsam.
Arafats Nachfolger macht nicht den besten Eindruck. Er riecht nach einem palästinensichen BRD-Bundeskanzler.
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